Die Schweizer Yimpas Group hat Zehntausende betrogen
Aktualisiert

Die Schweizer Yimpas Group hat Zehntausende betrogen

Zehntausende von Anlegern in der Schweiz, Österreich und Deutschland haben durch eine islamische Firma Geld verloren. Es geht um mehrere Milliarden Franken.

Die Yimpas Group AG wurde 1999 in der Schweiz als nichtbörsenkotierte Aktiengesellschaft gegründet, die Drahtzieher der Geschäfte sitzen aber in der Türkei. Der Gesellschaftszweck ist das Halten von Beteiligungen, tatsächlich wird aber im grossen Stil abgezockt.

Es ermitteln die Bundesanwaltschaft, das Kantonsgericht in Stans und die Kölner Staatsanwaltschaft. 70 Strafanzeigen sind eingereicht worden, Stans bereitet sich auf 100 Zivilprozesse gegen Yimpas vor.

Der Betrug läuft so reibungslos, weil sich die Geldeinsammler unter dem Deckmantel islamischer Frömmigkeit bewegten. Im Islam ist das Verleihen von Geld mit Zinsen nicht erlaubt. Sie werben in Moscheen, Gebetsräumen und türkischen Kulturvereinen um Anlagegelder.

Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, kooperieren auch Imame mit der Gruppe und kassieren kräftig ab. Sie versprechen, dass das Geld in Geschäfte investiert werde, die mit dem Islam in Einklang stehen. Dazu gebe es satte 20 Prozent Gewinn.

Laut den Behörden in Köln agieren auch die türkischen Holdings Jetpa und Kombassan wie Yimpas. Insgesamt haben die drei Betrügerfirmen sechs bis sieben Milliarden Franken verschwinden lassen.

(mhb)

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