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Vereinte Nationen«Die sexistischen Ansichten schockieren mich»

Die 21-jährige Barbara Wachter reist als Jugenddelegierte an die Generalversammlung der Vereinten Nationen. Dort will sie für die Gleichstellung der Geschlechter kämpfen.

von
B. Zanni
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«In gewissen Branchen herrscht immer noch Lohnungleichheit. Davor darf man die Augen nicht verschliessen», sagt UNO-Jugenddelegierte Barbara Wachter. An der Generalversammlung will sie die Gleichberechtigung der Geschlechter aufs Tapet bringen.

«In gewissen Branchen herrscht immer noch Lohnungleichheit. Davor darf man die Augen nicht verschliessen», sagt UNO-Jugenddelegierte Barbara Wachter. An der Generalversammlung will sie die Gleichberechtigung der Geschlechter aufs Tapet bringen.

zvg
Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York: Am 15. September 2015 startete die 70. Tagung der UN-Generalversammlung. Jedes Jahr treten alle Mitgliedstaaten einmal jährlich von September bis Dezember zur ordentlichen Jahrestagung zusammen.

Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York: Am 15. September 2015 startete die 70. Tagung der UN-Generalversammlung. Jedes Jahr treten alle Mitgliedstaaten einmal jährlich von September bis Dezember zur ordentlichen Jahrestagung zusammen.

AP/Michael kim
Fototermin der Youth Reps mit UNO-Generalsekretär Ban ki-moon anlässlich der 69. UN-Generalversammlung im Jahr 2014.

Fototermin der Youth Reps mit UNO-Generalsekretär Ban ki-moon anlässlich der 69. UN-Generalversammlung im Jahr 2014.

un Photo/mark Garten

Barbara Wachter, wann steckten Sie das letzte Mal in einer Situation, in der Sie fanden, dass die Jugendlichen zu kurz kommen?

Unzählige Male habe ich mich in Diskussionen mit älteren Erwachsenen, ob mit Familienmitgliedern, Lehrpersonen, Arbeitgebern oder anderen zu wenig ernst genommen gefühlt. Oft wird man einfach als jugendlich, unerfahren und naiv abgestempelt. Ein weiteres grosses Problem ist auch die mangelnde Vertretung der Jugend, wie ich im Bundeshaus feststellen musste.

Was führte Sie ins Bundeshaus?

Anlässlich der Aktion «72 Stunden» (bei der Aktion setzen Jugendgruppen in der ganzen Schweiz eigene gemeinnützige und innovative Projekte um, Anm. d. Red.) hatte ich im Bundeshaus die Gelegenheit, mit Parlamentariern zu sprechen. Ich stand in der Wandelhalle und dachte mir: «Der grösste Teil unserer Politiker ist nicht jung.» Dabei sollten doch dort, wo die Entscheidungen für unser Land fallen, die Jungen mehr Einfluss haben können. Auch ein 22- oder 25-Jähriger ist in der Lage, im Parlament viel einzubringen.

Nächste Woche reisen Sie als UNO-Jugenddelegierte an die UNO-Generalversammlung in New York, um sich für die Anliegen der Jugendlichen einzusetzen.Was haben Sie genau vor?

An einer Veranstaltung an der Generalversammlung werde ich die Gleichberechtigung aufs Tapet bringen. Ich werde mit der Zivilgesellschaft und den Jugenddelegierten diskutieren, wie man auch junge Männer in den Prozess einbeziehen kann. Wenn man von Gleichstellung der Geschlechter spricht, fühlen sich die Männer nämlich oft aus dem Dialog ausgeschlossen. Wir kommen aber nur ans Ziel, wenn auch sie aktiv eingebunden werden.

In der Schweiz ist der Lebensstandard hoch, die Gleichberechtigung weit fortgeschritten und die Jugendarbeitslosigkeit tief. Im Gegensatz zu anderen Ländern haben Jugendliche bei uns doch nur Luxusprobleme.

Viele Jugendliche schätzen den hohen Lebensstandard und die tiefe Arbeitslosenquote. Spricht man dagegen mit jungen Leuten aus Südeuropa, hört man als Erstes, dass sie keinen Job finden und kein Geld haben. Die Schweizer Jugendlichen sind froh und dankbar dafür, dass es ihnen so gut geht. Es ist aber sehr gefährlich, wenn man uns als Menschen ohne Probleme darstellt. Wenn es uns im Vergleich zu anderen Ländern besser geht, ist das noch lange keine Rechtfertigung zu sagen, es gebe keinen Handlungsbedarf mehr. Gerade mit der Gleichstellung der Geschlechter haben wir noch eine grosse Baustelle offen.

Welche meinen Sie?

In gewissen Branchen herrscht immer noch Lohnungleichheit. Davor darf man die Augen nicht verschliessen. Auch bin ich immer wieder schockiert, wie sexistisch unsere Medienlandschaft ist. Ich sitze manchmal vor Zeitungen und dem Computer und traue meinen Augen nicht. Da gibt es häufig frauendiskriminierende Kommentare wie «Frauen gehören an den Herd» oder «Frauen können nicht Auto fahren».

Glauben Sie, dass Ihre Teilnahme an der Generalversammlung für die Jugendlichen wirklich Früchte trägt?

Man muss sich immer vor Augen führen, dass in der UNO 193 Staaten sitzen, die alle unterschiedliche Ansichten und Interessen haben. Es ist schon eine riesige Errungenschaft, dass alle Jugenddelegierten und Delegationen gemeinsam in einem Raum sitzen und diskutieren können.

Sprachrohr der Schweizer Jugend Barbara Wachter wuchs in Langenthal im Kanton Bern und im deutschen Freiburg im Breisgau auf. Die 21-Jährige studiert in ihrem letzten Bachelorjahr an der Universität Zürich Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Persisch. In ihrer Freizeit ist sie Pfadimitglied und spielt in einem Jugendorchester. Jedes Jahr wählt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände mit der Unterstützung des Departements für auswärtige Angelegenheiten drei Schweizer UNO-Jugenddelegierte, so genannte «Youth Reps», Young Representatives. Sie führen Sensibilisierungsaktivitäten für andere Jugendliche durch. Ein Vertreter reist jeweils im Herbst an die UNO-Generalversammlung nach New York, um dort die Schweizer Jugend zu vertreten. Rund 30 Länder weltweit verstärken ihre UN-Delegationen durch Jugenddelegierte. Die Schweiz zählt seit 2003 dazu.

Sprachrohr der Schweizer Jugend Barbara Wachter wuchs in Langenthal im Kanton Bern und im deutschen Freiburg im Breisgau auf. Die 21-Jährige studiert in ihrem letzten Bachelorjahr an der Universität Zürich Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Persisch. In ihrer Freizeit ist sie Pfadimitglied und spielt in einem Jugendorchester. Jedes Jahr wählt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände mit der Unterstützung des Departements für auswärtige Angelegenheiten drei Schweizer UNO-Jugenddelegierte, so genannte «Youth Reps», Young Representatives. Sie führen Sensibilisierungsaktivitäten für andere Jugendliche durch. Ein Vertreter reist jeweils im Herbst an die UNO-Generalversammlung nach New York, um dort die Schweizer Jugend zu vertreten. Rund 30 Länder weltweit verstärken ihre UN-Delegationen durch Jugenddelegierte. Die Schweiz zählt seit 2003 dazu.

Sprachrohr der Schweizer Jugend Barbara Wachter wuchs in Langenthal im Kanton Bern und im deutschen Freiburg im Breisgau auf. Die 21-Jährige studiert in ihrem letzten Bachelorjahr an der Universität Zürich Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Persisch. In ihrer Freizeit ist sie Pfadimitglied und spielt in einem Jugendorchester. Jedes Jahr wählt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände mit der Unterstützung des Departements für auswärtige Angelegenheiten drei Schweizer UNO-Jugenddelegierte, so genannte «Youth Reps», Young Representatives. Sie führen Sensibilisierungsaktivitäten für andere Jugendliche durch. Ein Vertreter reist jeweils im Herbst an die UNO-Generalversammlung nach New York, um dort die Schweizer Jugend zu vertreten. Rund 30 Länder weltweit verstärken ihre UN-Delegationen durch Jugenddelegierte. Die Schweiz zählt seit 2003 dazu.

Sprachrohr der Schweizer Jugend Barbara Wachter wuchs in Langenthal im Kanton Bern und im deutschen Freiburg im Breisgau auf. Die 21-Jährige studiert in ihrem letzten Bachelorjahr an der Universität Zürich Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Persisch. In ihrer Freizeit ist sie Pfadimitglied und spielt in einem Jugendorchester. Jedes Jahr wählt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände mit der Unterstützung des Departements für auswärtige Angelegenheiten drei Schweizer UNO-Jugenddelegierte, so genannte «Youth Reps», Young Representatives. Sie führen Sensibilisierungsaktivitäten für andere Jugendliche durch. Ein Vertreter reist jeweils im Herbst an die UNO-Generalversammlung nach New York, um dort die Schweizer Jugend zu vertreten. Rund 30 Länder weltweit verstärken ihre UN-Delegationen durch Jugenddelegierte. Die Schweiz zählt seit 2003 dazu.

Sprachrohr der Schweizer Jugend Barbara Wachter wuchs in Langenthal im Kanton Bern und im deutschen Freiburg im Breisgau auf. Die 21-Jährige studiert in ihrem letzten Bachelorjahr an der Universität Zürich Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Persisch. In ihrer Freizeit ist sie Pfadimitglied und spielt in einem Jugendorchester. Jedes Jahr wählt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände mit der Unterstützung des Departements für auswärtige Angelegenheiten drei Schweizer UNO-Jugenddelegierte, so genannte «Youth Reps», Young Representatives. Sie führen Sensibilisierungsaktivitäten für andere Jugendliche durch. Ein Vertreter reist jeweils im Herbst an die UNO-Generalversammlung nach New York, um dort die Schweizer Jugend zu vertreten. Rund 30 Länder weltweit verstärken ihre UN-Delegationen durch Jugenddelegierte. Die Schweiz zählt seit 2003 dazu.

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