Aktualisiert 02.02.2011 20:54

TankstellenshopsDie Sicherheit lässt zu wünschen übrig

Die Basler Polizei reagiert auf die Überfallserie auf Tankstellenshops mit Sicherheitsberatungen. Sie moniert aber auch Sicherheitsmängel.

von
Lukas Hausendorf
Die Polizei bietet dem Tankstellenpersonal Sicherheitsberatung an. (jd)

Die Polizei bietet dem Tankstellenpersonal Sicherheitsberatung an. (jd)

Innert einer Woche gab es in Basel drei Tankstellenüberfälle – die Migrol-Tankstelle in Kleinhüningen ereilte dieses Schicksal gleich zweimal. Für Marco Liechti, Chef der Basler Kriminalprävention, ist dies kein Zufall: «Die Täter wählen immer schlecht überwachte Objekte aus.» Nach einer Überfallserie im letzten Jahr habe er deshalb alle Tankstellen in Basel angeschrieben und eine unentgeltliche Sicherheitsberatung angeboten. Das Angebot angenommen hat nur die Agip-Tankstelle in Riehen, die damals ebenfalls überfallen worden war.

«Der Kurs war sehr hilfreich», lobt Shop-Betreiber Luigi Frau. Wie müssen die Überwachungskameras positioniert sein? Welchen Einfluss hat die Beleuchtung? Wie verhält man sich bei einem Überfall? Keine Frage blieb offen. Frau: «Jetzt weiss das Personal Bescheid und wir fühlen uns sicherer.» Umso überraschender, dass nicht mehr Tankstellen auf Liechtis Angebot reagiert haben. Zwar schulen viele Firmen ihr Personal intern, vernachlässigen aber die Technik. Falsch eingestellte oder mangelhafte Überwachungsanlagen sind keine Seltenheit. «Das kostet halt etwas», so Liechti.

Auch nach der jüngsten Überfallserie hat die Kriminalprävention wieder allen Tankstellen eine gratis Beratung offeriert. Diesmal hofft Liechti auf breitere Resonanz. Die Migrol signalisierte bereits Interesse.

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