Aktualisiert

MassnahmenkatallogDie Sicht von Greenpeace

Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen kommentierte letzte ­Woche die Massnahmen der Umweltverbände. Nun tut Greenpeace dasselbe mit den Vorschlägen der Wirtschaft.

von
Alex Hämmerli
Die Eole Jura SA, eine Tochter des Energiekonzerns Alpiq, will mit den drei Turbinen rund 4000 Haushalte mit Strom versorgen. Foto: key

Die Eole Jura SA, eine Tochter des Energiekonzerns Alpiq, will mit den drei Turbinen rund 4000 Haushalte mit Strom versorgen. Foto: key

1. Die Schweiz braucht eine möglichst autonome Stromversorgung.

«Die Kombination aus erneuerbaren Energien und Effizienz bietet genau diese unabhängige Stromversorgung. Schweizer Atomkraftwerke laufen dagegen nur mit Uran und Technologie aus dem Ausland.»

2. Die Kernenergie darf nicht aufgegeben werden, solange keine überzeugende Gesamtstrategie vorliegt.

«Seit 2007 liegt mit dem Szenario 4E des Bundesamtes für Energie eine Gesamtstrategie vor, die aufzeigt, wie eine sichere Stromversorgung allein mit erneuerbaren Energien und Effizienzmassnahmen erreicht werden kann.»

3. Zur Vermeidung einer Versorgungslücke braucht es Gaskombi-Kraftwerke.

«Damit malt die Stromwirtschaft immer wieder gerne den Teufel an die Wand. Es braucht weder neue AKW noch Gaskraftwerke. Mit einer konsequenten politischen Förderung können genügend erneuerbare Energien hinzugebaut werden.»

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4. Bei den erneuerbaren Energien sollen marktwirtschaftliche Lösungen an Stelle von Subventionen im Vordergrund stehen.

«Wenn Kostenwahrheit herrschen würde, also AKW zum Beispiel ihre Haftpflichtkosten tragen müssten, wäre Atomstrom massiv teurer. Unter solchen Voraussetzungen sind die erneuerbaren Energien marktwirtschaftlich konkurrenzfähig.»

5. Schweizer Strompreise sollen wettbewerbsfähig bleiben.

«Im europäischen Vergleich sind die Schweizer Strompreise auch bei einer Erhöhung der Tarife weiter konkurrenzfähig. Bei einem Horizont von 20 bis 40 Jahren ist Strom aus erneuerbaren Energien gegenüber den endlichen Ressourcen Uran und Gas massiv im Vorteil.»

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