Aktualisiert 04.06.2010 06:51

Rollout Dosto

«Die Sitze sind viel weicher»

Der Vorhang ist gelüftet: Die neuen S-Bahn-Doppelstöcker von Stadler Rail kommen beim Publikum sehr gut an. Doch es gibt auch Kritik.

von
Debby Galka und Adrian Müller

Mit stolz geschwellter Brust übergab Stadler-CEO Peter Spuhler heute Donnerstag um 14.45 Uhr in Zürich den symbolischen Schlüssel für den neuen «Dosto» an die SBB. «Die Doppelstöcker sind für uns ein Meilenstein und insgesamt ein sehr gelungener Wurf», sagt der Unternehmer und SVP-Nationalrat im Interview mit 20 Minuten Online (siehe oben). Als wichtigste Neuerung für die Passagiere bezeichnet er den im Vergleich zu Vorgängermodellen 17 Zentimeter breiteren Innenraum, welcher aufgrund eines neuen Lüftungssystems verbreitert werden konnte.

Nur 21 Monate nach der Vertragsunterzeichnung ist vergangene Nacht der erste von bisher 125 bestellten Zügen aus den Fabrikhallen in Altenrhein gefahren. «Ich fühle mich grossartig. Der Zug fährt sich sehr gut», beschreibt Spuhler seine Gefühle am Tag des Rollouts.

Das hält die Bevölkerung von den neuen Zügen

Neben zahlreichen SBB- und Stadlerrail-Angstellten konnten auch die Passagiere den Dosto ZV begutachten. «Das Design und der grosszügige Innenraum gefallen mir gut. Die Sitze sind zudem viel weicher», sagt ein Bahn-Fan. Edwin Dutler, Präsident der Passagiervereinigung Pro Bahn, ist von der neuen S-Bahn-Komposition ebenfalls angetan: «Was ich gesehen habe, überzeugt mich.» In der Tat: Wer durch den Zug spaziert, dem gefallen sofort die breite Kabine und die zahlreichen Stauräume.

Ein Haar in der Suppe zu finden scheint - wenigstens vor dem regulären Betrieb - relativ schwer. «Ich finde es schlecht, dass es keine Abfallkübel mehr hat», meint ein junger Mann. Dies ist aber nicht ein Versäumnis von Stadler Rail, sondern eine gezielte Massnahme des ZVV. «Wir hoffen, damit das Littering einzudämmen», sagte SVP-Regierungsrat Ernst Stocker.

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