Top-Klassierungen: Die Skination Schweiz hat nichts mehr zu jammern
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Top-KlassierungenDie Skination Schweiz hat nichts mehr zu jammern

Den Schweizer Skirennfahrern zuzuschauen, macht wieder grosse Freude. Vorbei ist die Zeit der dürftigen Resultate.

von
heg
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Beat Feuz ist auch im Olympia-Winter bärenstark. Von zwei Abfahrten gewann er eine und fuhr als Zweiter ein weiteres Mal aufs Podest.

Beat Feuz ist auch im Olympia-Winter bärenstark. Von zwei Abfahrten gewann er eine und fuhr als Zweiter ein weiteres Mal aufs Podest.

AP/Jeff Mcintosh
Lara Gut fuhr im fünften Rennen nach ihrem Kreuzbandriss bereits wieder aufs Podest.

Lara Gut fuhr im fünften Rennen nach ihrem Kreuzbandriss bereits wieder aufs Podest.

AP/Jeff Mcintosh
Michelle Gisin überzeugt nicht nur im Slalom, sondern je länger, desto mehr auch in der Abfahrt.

Michelle Gisin überzeugt nicht nur im Slalom, sondern je länger, desto mehr auch in der Abfahrt.

/Christophe Pallot/agence Zoom

Beat Feuz triumphiert in der Abfahrt von Lake Louise. Lara Gut rast im fünften Rennen nach ihrem Kreuzbandriss beim Super-G im gleichen Ort aufs Podest. Schlagzeilen, die kürzlich gedruckt werden konnten und das Herz der Schweizer Skifans höherschlagen lassen. Es dürften nicht die letzten des Olympia-Winters gewesen sein.

Die Schweiz hat in allen Disziplinen wieder Athletinnen und Athleten am Start, die in die Top Ten oder sogar aufs Podest fahren können. Neben den arrivierten Cracks trumpfen auch die jungen Wilden – darunter das Walliser Geschwister-Paar Melanie und Loïc Meillard – gross auf. Und selbst Michelle Gisin überraschte mit einem 3. Platz. Nicht in ihrer Paradedisziplin Slalom, sondern in der Abfahrt. Ebenfalls in Lake Louise.

Alte, schwache Zeiten sind vergessen

Herr und Frau Schweizer sitzen wieder gern vor dem Fernseher und fiebern mit den Skistars mit, wie weit es nach vorn reicht. Natürlich gibt es dazwischen auch einmal Rückschläge. Aber die erfolglosen Zeiten mit der medaillenlosen WM 2005 in Bormio oder der Männerkrise im Winter 2012/13 mit nur einem Podestplatz sind definitiv vorbei.

Der eine Sieg, vier weitere Podestplätze und insgesamt 21 Top-Ten-Klassierungen in bisher 13 von 77 Rennen in diesem Winter widerspiegeln sich auch in der Nationenwertung. Die Schweiz liegt mit 1374 Punkten hinter Österreich (1775) auf dem zweiten Platz. Nach drei Saisonrennen grüsste sie sogar von der Spitze. Eine gefühlte Ewigkeit seit dem letzten Mal.

Mit diesen Perspektiven darf sich der Schweizer Skifan auch auf den nächsten Februar freuen. Vom 9. bis 25. Februar finden im südkoreanischen Pyeongchang die Olympischen Winterspiele statt.

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