Gleitschirm-Unglück: Die Skischweiz trauert um Gian Luca Barandun
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Gleitschirm-UnglückDie Skischweiz trauert um Gian Luca Barandun

Der Tod des 24-jährigen Schweizers sorgt für Betroffenheit. Berufskollegen drücken ihr Beileid in den sozialen Medien aus.

von
mro
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Hatte die Karriere noch vor sich: Gian Luca Barandun scheidet nach einem Gleitschirmunfall mit 24 Jahren aus dem Leben. (Keystone)

Hatte die Karriere noch vor sich: Gian Luca Barandun scheidet nach einem Gleitschirmunfall mit 24 Jahren aus dem Leben. (Keystone)

Hans Klaus Techt
Der Tatort in der Nähe von Laax: Barandun verstarb nach einem missglückten Manöver noch auf der Unfallstelle. (Kapo Graubünden)

Der Tatort in der Nähe von Laax: Barandun verstarb nach einem missglückten Manöver noch auf der Unfallstelle. (Kapo Graubünden)

In Wengen auf der grossen Bühne: Gian Luca Barandun schaffte 2017 bei seiner ersten Weltcup-Kombi mit Rang 29 den Sprung in die Punkte. (Keystone)

In Wengen auf der grossen Bühne: Gian Luca Barandun schaffte 2017 bei seiner ersten Weltcup-Kombi mit Rang 29 den Sprung in die Punkte. (Keystone)

Im Juni, da schnupperten sie zusammen Eishockey-Luft. Gilles Roulin und Gian Luca Barandun absolvierten ein Training mit den SCL Tigers. Roulin postete darauf ein Foto auf Instagram, die zugehörigen Hashtags lassen vermuten, dass die beiden jungen Skifahrer grossen Spass in Langnau hatten: #allizähnodrin #kei2minutemüesseneh.

Jetzt ist der lächelnde Mann im weissen Hockey-Trikot neben Speedspezialist Roulin tot. Das Bild postet Roulin erneut, diesmal in Schwarzweiss, dazu eine lange Nachricht an seinen Trainingskollegen, die nahe geht. «So sehr habe ich dich bewundert für deine Art. Keinen furchtloseren Menschen als dich habe ich jemals getroffen», beginnt Roulin. Inspirierend sei es gewesen, Barandun beim Training zuzusehen, immer habe dieser sein Herz gegeben.

Roulin schreibt auch, dass er selbst immer viel Freude hatte beim Skifahren. Zehnmal grösser sei die Freude gewesen mit Barandun. Dieser sei stets sich selbst geblieben, Roulin habe seinem Freund alles anvertrauen können, Tränen hätten sie zusammen gelacht. Wohl auch beim Hockey-Training in Langnau.

Gilles Roulin ist einer von vielen Swiss-Ski-Athleten, die ihre Trauer öffentlich machen. Wendy Holdener schreibt von tragischen Nachrichten. Und weiter: «Gian-Luca Barandun, ein junger, hart arbeitender, dankbarer und leidenschaftlicher Skifahrer, hat uns gestern verlassen. Ich war mir sicher, dass er bald auf dem Podest stehen würde und derjenige wäre, den es auf der Piste zu schlagen gibt.» Hart arbeitend, inspirierend, unerschrocken: in den Abschiedsbotschaften seiner Teamkollegen finden sich oft diese Eigenschaften. Auch Abfahrer Mauro Caviezel umschreibt Barandun so, und als Kämpfer, der ihm als Kämpfer in Erinnerung bleiben wird. Sandro Viletta, 2014 Olympiasieger in der Kombination, ergänzt, ebenfalls auf Instagram: «Ein wunderbarer Mensch und fairer Sportsmann hat uns gestern leider verlassen. Ruhe in Frieden Bari.»

Auch Newcomer Marco Odermatt («Freund, Teammate, Kämpfer, Inspiration, Lebensfreude») und die Olympiasiegerinnen Michelle «(Ich hoffe, du behälst dein Lächeln, egal wo du gerade bist») und Dominique Gisin («Manchmal verschwinden die strahlendsten Lichter am schnellsten im Schatten») gedenken Barandun über das soziale Netzwerk. Und auch aus dem Ausland kommen Beileidsbekundungen, unter anderem von Lindsey Vonn:

Die Skiwelt hat einen hart arbeitenden Jungspund verloren, jemand, der seinen Teamkollegen und gleichzeitig auch Konkurrenten viel bedeutet hatte und stets sich selber geblieben war. In Erinnerung bleibt ein lachender Bari, wie Beat Feuz ihn auf Instagram zeigt:

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