Galaxy Gear S: Die Smartwatch, die auch ohne Handy auskommt

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Galaxy Gear SDie Smartwatch, die auch ohne Handy auskommt

Samsungs neuste Uhr ist ein Mini-Handy am Handgelenk. Ein vollwertiger Ersatz für das Smartphone ist sie aber noch nicht.

von
ray

Die Gear S von Samsung geht einen Schritt weiter als die bisher erhältlichen Smartwatches. Einerseits kann man mit dieser Uhr auch dann telefonieren, wenn sie nicht mit dem Smartphone gekoppelt ist. Andererseits lässt sich die Gear S über das Super-Amoled-Display mit Wischgesten fast wie ein kleines Smartphone bedienen.

Das hat seinen Preis: Mit einem 2-Zoll-Bildschirm wirkt das Gadget an den meisten Handgelenken zu gross und zu klobig. Trotz des unangenehmen Plastik-Armbands lässt sich die Uhr dank der gebogenen Form aber einigermassen bequem tragen.

Kein Smartphone-Ersatz

Mit der Gear S kann man das Handy auch mal zuhause lassen, wenn man rausgeht. Doch als vollwertiger Ersatz des Smartphones taugt die Uhr nur bedingt. Zum Einrichten der Gear S benötigt man noch immer ein Samsung-Handy, auf dem man die entsprechende Gear-App installieren muss. Zudem muss, wer die Smartwatch auch als Telefon benutzen möchte, entweder eine zweite SIM-Karte (Nano) mit derselben Nummer einlegen oder die SIM-Karte immer wieder zwischen Smartphone und Uhr wechseln.

Uhr statt Smartphone: Das Video zeigt die vielfältige Verwendung der Samsung Galaxy Gear S. (Quelle: YouTube/Samsung)

Wer die Uhr ohnehin nur zusammen mit dem Smartphone verwendet, kann sie auch ohne SIM-Karte oder mit einer SIM-Karte, die nur Daten austauschen kann (ohne Telefonfunktion) verwenden. In diesem Fall werden ausgehende Anrufe über das gekoppelte Smartphone getätigt. Telefoniert wird trotzdem per Uhr, sodass das Smartphone in der Tasche bleiben kann. Zum Telefonieren mit der Gear S empfiehlt sich allerdings die Verwendung eines Bluetooth-Headsets. Ist kein solches zur Hand, muss man per eingebautem Lautsprecher und Mikrofon kommunizieren – ähnlich wie anno dazumal Michael Knight mit seinem K.I.T.T.

Funktionen für Sportler

Dass die Telefonfunktion auch ohne gekoppeltes Smartphone funktioniert, ist gerade für Sportler praktisch, die beispielsweise beim Joggen das Smartphone nicht mitnehmen, aber dennoch erreichbar sein wollen. In der S-Health-App finden sich Bewegungsfunktionen wie ein Schrittzähler, Pulsmesser sowie Trainingsbegleiter zum Laufen, Gehen, Radfahren und Wandern.

Bereits vorinstalliert ist auch die Running-App von Nike, mit der weitere Funktionen wie Streckeninformationen genutzt werden können. Zudem steht eine Coach-Funktion zur Verfügung und eine Verbindung zur Nike+-Community.

Revival der Handy-Uhr

Die Gear S ist keineswegs die erste Uhr, mit der man ohne zusätzliches Handy telefonieren kann. Bereits 2008 wurden Uhren mit Touch-Display und SIM-Karten-Steckplatz aus China importiert, mit denen man telefonieren konnte. Die Funktionalität war aber vergleichsweise eingeschränkt. Vor allem das grosse 2-Zoll-OLED-Display der Gear S sorgt dafür, dass sich die Uhr tadellos bedienen lässt.

Der Akku hält bei relativ reger Nutzung knapp zwei Tage durch. Deshalb muss man sich auch mit dieser Smartwatch daran gewöhnen, sie regelmässig auszuziehen und an die Ladestation zu klemmen. Die Uhr arbeitet mit dem Betriebssystem Tizen, hat 4 Gigabyte internen Speicher und hat diverse eingebaute Sensoren: zum Beispiel für die Herzfrequenz, UV-Stahlung, Beschleunigung. Auch ein Barometer ist dabei. Preis: 389 Franken.

Weil die Vögel es nicht von den Dächern zwitschern

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