Kampf gegen Inflation : SNB erhöht den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte – das sagt Thomas Jordan dazu

Aktualisiert

Kampf gegen Inflation SNB erhöht den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte – das sagt Thomas Jordan dazu

Am Donnerstagmorgen erhöhte die Schweizerische Nationalbank den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf insgesamt 0,5 Prozent. SNB-Chef Thomas Jordan erklärt das Ende der Ära der Negativzinsen.

von
Florian Osterwalder

Darum gehts

  • Bereits im Juni dieses Jahres erhöhte die SNB den Leitzins.

  • Damals reagierte man auf den Entscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die ihren Leitzins ebenfalls erhöhte.

  • Der jüngste Anstieg der Inflation sei vor allem auf die höheren Preise für Waren zurückzuführen.

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Die SNB möchte somit dagegenwirken, dass Produkte noch teurer werden.

Die SNB möchte somit dagegenwirken, dass Produkte noch teurer werden.

20min/Matthias Spicher
SNB-Chef Thomas Jordan erklärt das Ende der Ära der Negativzinsen.

SNB-Chef Thomas Jordan erklärt das Ende der Ära der Negativzinsen.

Reuters

Die Schweizerische Nationalbank strafft ihre Geldpolitik weiter und erhöht den SNB-Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent. In einer Medienmitteilung schreibt die SNB: «Damit begegnet die SNB dem wieder zunehmenden Inflationsdruck und wirkt der Ausbreitung der Inflation auf bisher weniger betroffene Güter und Dienstleistungen entgegen. Es ist nicht auszuschliessen, dass weitere Erhöhungen des SNB-Leitzinses notwendig sein werden, um mittelfristig Preisstabilität zu gewährleisten.» Die Leitzinsänderung der SNB gilt ab morgen, 23. September 2022.

Weiter sagt die SNB zum Entscheid: «Um angemessene monetäre Rahmenbedingungen zu schaffen, ist die SNB auch bereit, bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv zu werden. Zudem passt die SNB die Umsetzung ihrer Geldpolitik an das positive Zinsumfeld an.» Damit werde sichergestellt, dass die gesicherten kurzfristigen Franken-Geldmarktsätze weiterhin nahe beim Leitzins der SNB bleiben würden. Die Inflation stieg im August auf 3,5 Prozent und dürfte vorerst auf einem hohen Niveau bleiben. Der jüngste Anstieg der Inflation sei vor allem auf die höheren Preise für Waren, insbesondere Energie und Nahrungsmittel, zurückzuführen.

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