England – Tierquäler ziehen Schwan Socke über den Kopf
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Tierquälerei«Die Socke lag eng und sehr tief an»

In der Hauptstadt der westenglischen Grafschaft Lincolnshire ist ein Schwan gefunden worden, dem eine Socke über Kopf und Hals gestülpt worden war. Die Polizei will der Gerechtigkeit genüge tun.

In England sind Vögel geschützt, sie ohne Genehmigung zu fangen oder zu töten, ist strafbar und wird mit bis zu sechs Monaten Haft und/oder einer gegen oben offenen Busse bestraft. 

In England sind Vögel geschützt, sie ohne Genehmigung zu fangen oder zu töten, ist strafbar und wird mit bis zu sechs Monaten Haft und/oder einer gegen oben offenen Busse bestraft.

Lincolnshire Police

Darum gehts

  • Im Westen Englands ist ein Fall von Tierquälerei aufgetreten.

  • Einem Schwan wurde eine Socke übergestülpt.

  • Die Polizei hat Ermittlungen nach der Täterschaft aufgenommen.

In Lincoln, Hauptstadt der westenglischen Grafschaft Lincolnshire, sucht die Polizei die Urheber eines «stumpfsinnigen Streiches». Auf Facebook berichtet sie von einem armen Schwan, der am 2. Mai mit einer über Kopf und Hals gestülpten Socke gefunden worden war. Wären Tierschützer nicht eingeschritten, wäre das Tier elendig verhungert oder erstickt, so die Lincolnshire Police.

«Wir gehen davon aus, dass dies mit Absicht getan wurde, da die Socke eng und sehr tief anlag», schreibt sie weiter. Tierquälerei werde in keiner Weise toleriert, so dass zusammen mit der Tierschutzorganisation RSPCA eine umfassende Ermittlung eingeleitet worden sei, um den oder die Schuldigen zu finden. «Wir arbeiten mit der RSPCA zusammen, um sicherzustellen, dass der Gerechtigkeit genüge getan wird».»

Abhängiger Nachwuchs

Unentdeckt hätte das Tier lange gelitten und wäre letztlich verendet, so Kate Burris von der RSPCA, der ältesten Tierschutzorganisation der Welt. «Dazu ist gerade Brut- und Nestzeit, so dass dies auch zum Tod eines abhängigen Nachwuchses geführt haben könnte.»

In England sind Vögel geschützt, sie ohne Genehmigung zu fangen oder zu töten, ist strafbar und wird mit bis zu sechs Monaten Haft und/oder einer gegen oben offenen Geldstrafe bestraft.

In der Schweiz werden Verstösse gegen das Tierschutzgesetz mit Bussen bis zu 20'000 Franken, bis zu drei Jahren Haft und Geldstrafen mit bis zu 180-fränkigen Tagessätzen geahndet. Allerdings würden Verstösse oft nur milde bestraft, kritisiert die Stiftung Tier im Recht, was zu einer «Bagatellisierung» des Tierschutzes führe.

(gux)

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