Kapitänin Rackete: «Die Solidarität hat mich berührt»
Aktualisiert

Kapitänin Rackete«Die Solidarität hat mich berührt»

Carola Rackete, Kapitänin der Sea-Watch 3, ist über ihre Freilassung erleichtert.

von
chk
1 / 12
Frei! Eine italienische Ermittlungsrichterin hat am 2. Juli 2019 den Hausarrest gegen «Sea-Watch»-Kapitänin Carola Rackete aufgehoben.

Frei! Eine italienische Ermittlungsrichterin hat am 2. Juli 2019 den Hausarrest gegen «Sea-Watch»-Kapitänin Carola Rackete aufgehoben.

AFP/Giovanni Isolino
Die Kapitänin habe «genau das Richtige getan»: Dies sagte Sea-Watch-Geschäftsführer Johannes Bayer über Carola Rackete.

Die Kapitänin habe «genau das Richtige getan»: Dies sagte Sea-Watch-Geschäftsführer Johannes Bayer über Carola Rackete.

Till M. Egen/sea-watch Handout
Die 31-jährige Deutsche war am 29. Juni 2019 von der italienischen Polizei verhaftet worden.

Die 31-jährige Deutsche war am 29. Juni 2019 von der italienischen Polizei verhaftet worden.

epa/Till M. Egen/sea-watch Handout

Die Kapitänin der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch, Carola Rackete, hat mit Erleichterung auf ihre Freilassung reagiert. «Mich hat die Solidarität, die mir so viele Menschen ausgedrückt haben, berührt.»

Die Entscheidung, keine freiheitsentziehenden Massnahmen gegen sie zu verhängen, empfinde sie als grossen Gewinn für die Solidarität mit Flüchtlingen, Migranten und Asylbewerbern und gegen die Kriminalisierung der Helfer, sagte die 31-Jährige am späten Dienstagabend einer Mitteilung einer Sea-Watch-Sprecherin zufolge.

Anlegeverbot sei illegitim gewesen

Rackete war am Samstag festgenommen worden, nachdem sie das Rettungsschiff Sea-Watch 3 mit 40 Migranten an Bord unerlaubt nach Italien gefahren hatte. Am Dienstag hatte ein Ermittlungsrichter den Hausarrest für Rackete aufgehoben.

Aus dessen Erklärung gehe hervor, «dass das Recht auf der Seite der Kommandantin war», erklärten Racketes Anwälte. Durch Bezugnahme auf internationale Normen habe der Richter gezeigt, dass die von Innenminister Matteo Salvini angeordnete Schliessung der Häfen und das Anlegeverbot illegitim gewesen seien – Entscheidungen, die nach Ansicht der Anwälte aus «propagandistischen Gründen» getroffen wurden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin wegen Beihilfe zur illegalen Migration gegen Rackete. (chk/sda)

Deine Meinung