Meterhoch: Die Sonnenstube versinkt im Schnee

Aktualisiert

MeterhochDie Sonnenstube versinkt im Schnee

Im Süden der Schweiz schneit es ununterbrochen. Die weisse Pracht blockiert Zugstrecken und bringt unsere Leser ins Schwitzen.

Das Tessin ist schneebedeckt, seit Dienstag hat es kaum aufgehört zu schneien. Auch in den nächsten Tagen wird sich das Wetter nicht beruhigen. Zwar sei es kein Rekordwinter, ein bisschen ungewöhnlich sei der viele Schnee aber schon, bestätigt Reto Vögeli von MeteoNews. «Am Alpensüdhang liegt etwa doppelt so viel Schnee wie in einem Durchschnittswinter.»

In den höheren Lagen verschärfte sich inzwischen die Lawinengefahr. Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) stufte die Lawinengefahr am Sonntag unter anderem im westlichen Teil des Tessins sowie im südlichen Urserental im Kanton Uri als gross ein. In diesen Regionen gilt folglich Stufe 4 auf der fünfstufigen Skala. Ansonsten herrscht in den Alpen verbreitet erhebliche Lawinengefahr.

Einschränkungen bei der Matterhorn Gotthardbahn

Aufgrund der Gefahr im Urserental stellte die Matterhorn Gotthardbahn am Sonntag den Betrieb zwischen Realp UR und Hospental UR bis um 16 Uhr ein. Die Autozüge zwischen Andermatt und Realp verkehren inzwischen wieder.

Auch zwischen Andermatt UR und Tschamut in der Surselva GR fielen die Züge aus. Dieser Abschnitt bleibt voraussichtlich gesperrt. Bahnreisende, die vom Wallis nach Chur oder St. Moritz gelangen wollten, mussten wegen der Streckenunterbrüche den Umweg über Bern und Zürich in Kauf nehmen.

Autofahrer im Glück

Viel Glück hatte am Samstagnachmittag ein Autofahrer auf der Autobahn A13 im Kanton Graubünden. Bei der Ausfahrt aus dem Nordportal des San-Bernardino-Tunnels geriet sein Auto unter eine Dachlawine, wie die Kantonspolizei Graubünden am Sonntag mitteilte.

Das Dach des Autos wurde eingedrückt, die Frontscheibe zerbarst. Der Autofahrer und seine Mitfahrerin blieben jedoch unverletzt. Gemäss Angaben der Polizei hatten starke Schneefälle, Regen und heftige Windböen dazu geführt, dass die Schneemassen über den Rand des Tunneldachs hinausragten. (sda)

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