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Die Spassbremsen geben wieder Gas

«Black'n'Blond», die Late-Night-Show, ist aus den Sommerferien zurück. Und dort hätten die Macher der Sendung besser bleiben sollen, wie eine Umfrage von 20minuten.ch zeigt.

Roman Kilchsperger begann die erste Sendung nach der Sommerpause mit Anspielungen auf die schlechten Kritiken der letzten Monate. Die Kritiker zum verstummen gebracht, hat er aber mit seiner letzten Sendung nicht, wie unser Poll zeigt.

1'091 User haben abgestimmt - und das Resultat könnte deutlicher nicht sein. Über die Hälfte davon hat sich die Sendung erst gar nicht mehr angeschaut. Und für kaum einen der 506 User, die sich die gestrige Sendung zu Gemüte geführt haben, wars ein Vergnügen. Die Late-Night-Show kam lediglich bei 13 Prozent der Zuschauer «eher gut» an. 87 Prozent der User fanden die Darbietung des Schweizer Spassduos Kilchperger/ von Rohr «eher schlecht». Traumquoten sehen im hart umkämpften TV-Markt anders aus.

Das Zuschauer-Interesse war auch quotenmässig gering: Nur 71'000 Zuschauer wollten sehen, wie sich «Black'n'Blond» nach der Sommerpause schlägt. Das entspricht einem Marktanteil von 9,3 Prozent - viel zu wenig für eine aufwändige Eigenproduktion.

Sendungskritik von 20minuten.ch:

Drei Monate hatten Roman Kilchsperger, Chris von Rohr und das Team vom SF Zeit, um den angeschlagenen Late-Nighter auf Vordermann zu bringen. Ohne Erfolg: Die erste Sendung nach der Sommerpause schleppte sich mit flachen Gags über die Sendezeit. Die grössten Lacher waren die beiden Witzeerzähler selber.

Wer auf ein Redesign der Sendung gehofft hatte, wurde enttäuscht. Kilchsperger: «Wir haben uns in dieser Zeit überlegt, was wir an unserer Show verbessern könnten - nichts!». Auch das war - wie der überwiegende Teil der Sendung - kein Witz.

Es bleibt also bei der Konzeptlosigkeit der Sendung und dem mangelnden Rollenverhältnis zwischen Kilchsperger und seinem «Sidekick» von Rohr. Moderator Kilchsperger steuert die Sendung zwar einigermassen souverän durch seichtes Gewässer, doch spätestens wenn der hölzerne «Schamane» von Rohr ins Spiel kommt, ist fertig lustig.

Richtig peinlich wurde es beim Studiogast Anita Wildermuth, der Besitzerin des ersten Schweizer Erotikshops für Frauen. Spassbremse von Rohr schleuderte ein paar Sextoys ins Publikum und riet zum Handbetrieb. - Shocking!

So geriet die erste Sendung seit der Sommerpause zu einem einzigen Trauerspiel. Ein Trost bleibt den Fernsehmachern: Wenns mit dem Zuschauerinteresse an «Black'n'Blond» so weitergeht, wird gar niemand die letzte Sendung mitbekommen.

(gbr)

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