«Bitcoin Plan» – Die Stadt Lugano macht Kryptowährungen zum Zahlungsmittel
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«Bitcoin Plan»Die Stadt Lugano macht Kryptowährungen zum Zahlungsmittel

In der grössten Stadt des Tessins soll man künftig von den Abfallsackgebühren bis zu den Steuern alles mit Kryptowährungen bezahlen können. Durch diesen Entscheid will man in der Südschweiz zum nationalen Leader in Sachen Krypto werden.

von
Patrick McEvily
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In Lugano soll man künftig für kommunale Dienstleistungen mit Kryptowährungen zahlen können.

In Lugano soll man künftig für kommunale Dienstleistungen mit Kryptowährungen zahlen können.

PantherMedia / Julius Fekete
Darunter befindet sich auch die bekannteste aller Kryptowährungen: der Bitcoin.

Darunter befindet sich auch die bekannteste aller Kryptowährungen: der Bitcoin.

imago images/IlluPics
Aber auch mit Tether und Stablecoins soll man künftig zahlen können.

Aber auch mit Tether und Stablecoins soll man künftig zahlen können.

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Darum gehts

Die Stadt Lugano hat eine Partnerschaft mit der Organisation Tether Operations Limited verkündet, um Kryptowährungen zu einem offiziellen Zahlungsmittel zu machen. Wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst, könnten in «naher Zukunft» Steuern, Gebühren und Waren und Dienstleistungen der städtischen Dienste mit den Währungen Bitcoin, Tether und Stablecoin «auf Basis des Schweizer Frankens», bezahlt werden.

Lugano hofft auf Nachhaltigkeits-Effekte durch Kryptowährungen

Man habe mit dem Anbieter ein sogenanntes «Memorandum of Understanding» unterzeichnet, schreiben die Verantwortlichen. Tether soll auch am Aufbau eines spezialisierten Zentrums im Stadtzentrum beteiligt sein, in dem Unternehmen und Start-ups an der Blockchain arbeiten sollen. Auch Stipendien an örtlichen Hochschulen sind Teil der Partnerschaft. Wie die Stadtverwaltung weiter schreibt, werde Lugano mit dem Entscheid einer der ersten Städte Europas, die Kryptowährungen als offizielle Zahlungsmittel anerkennen. 2016 hatte dies die Stadt Zug als weltweit erste Kommune getan.

Die Einführung des neuen Zahlungsmittels sei Teil einer Strategie, die die Stadt zum internationalen Kompetenzzentrum in Sachen Kryptowährungen machen soll. Man wolle mit dem sogenannten «Plan Bitcoin» den eigenen Finanzplatz nachhaltiger machen, schreiben die Verantwortlichen weiter. Der Bürgermeister der Stadt, Michele Foletti (Lega), wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: «In den letzten Jahren haben wir bereits Blockchain-basierte Lösungen implementiert, darunter die myLugano-App. Wir glauben fest an diese Technologie und ihr Potenzial. Unsere strategische Partnerschaft mit Tether wird dazu beitragen, eine bessere und offenere Stadt zu schaffen.»  

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