Die Stadt Zürich rettet künftig auch am Flughafen
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Die Stadt Zürich rettet künftig auch am Flughafen

Die Stadt Zürich übernimmt auf den 1. Januar 2008 die Rettungsorganisationen der Flughafenbetreiberin Unique. Zu Entlassungen wird es nicht kommen.

Die Idee zur Fusion der beiden grössten Rettungsorganisation der Schweiz entstand, weil die Quartiere im Norden der Stadt Zürich von den bisherigen Stützpunkten von Feuerwehr und Sanität nur unbefriedigend abgedeckt werden können.

Mit der Übernahme der Rettungsorganisationen des Flughafens erspart sich die Stadt den Bau eines neuen Feuerwehr- und Sanitätsstützpunktes. Dies hätte Investitionen von rund 50 Millionen Franken mit sich gebracht. Ausserdem hätten zirka 30 zusätzliche Rettungskräfte für dessen Betrieb angestellt werden müssen.

Die Flughafenbetreiberin Unique profitiert vom Zusammenschluss vor allem durch tiefere Kosten: Sie wird jährlich 3 bis 4 Millionen Franken einsparen.

Ab kommendem Jahr wird die Berufsfeuerwehr, der Rettungsdienst sowie die Einsatzzentrale des Flughafens unter das Kommando von Schutz & Rettung gestellt. Diese kauft Unique für 10 bis 15 Millionen Franken die Anlagen und Fahrzeuge ab und mietet sich in die Räumlichkeiten am Flughafen ein, wie am Donnerstag an einer Medienkonferenz am Flughafen bekanntgegeben wurde.

Vorteile für alle

Stadträtin Esther Maurer meinte, die Fusion der beiden Rettungsorganisationen bringe allen Beteiligten nur Vorteile. Gleichzeitig wies sie auf Veränderungen in der «Rettungslandschaft Schweiz» hin. Mit dem Zusammengehen seien Stadt und Flughafen für die Zukunft gewappnet, meinte Maurer.

Der Dienstabteilung Schutz&Rettung der Stadt Zürich werden inskünftig rund 400 Feuerwehrleute und Sanitäter angehören, dazu moch weitere Personen für die Logistik und die Verwaltung. Sie wird für die Feuerwehr- und Sanitätsdiensten in der Stadt und am Flughafen sowie für die Rettungssanität in zahlreichen weiteren Gemeinden zuständig sein. (sda)

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