Aktualisiert 05.12.2018 09:25

Bundesrätin Viola Amherd

Die stille Schafferin zeigt plötzlich Emotionen

Viola Amherd ist mit 148 Stimmen zur Bundesrätin gewählt worden. Die sonst zurückhaltende Walliserin zeigte sich hocherfreut. Auch Karin Keller-Sutter wurde gewählt.

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Strahlende Siegerin: Viola Amherd wird mit 148 Stimmen gewählt.

Strahlende Siegerin: Viola Amherd wird mit 148 Stimmen gewählt.

Keystone/Anthony Anex
Karin Keller-Sutter posiert für eine Foto mit der frisch gewählten Bundesrätin.

Karin Keller-Sutter posiert für eine Foto mit der frisch gewählten Bundesrätin.

Keystone/Marcel Bieri
Auch die Parteikollegen wollen ein Foto.

Auch die Parteikollegen wollen ein Foto.

Keystone/Lukas Lehmann

Die neue CVP-Bundesrätin heisst Viola Amherd. Die Vereinigte Bundesversammlung hat die 56-jährige Walliser Nationalrätin und Anwältin am Mittwoch mit 148 von 240 Stimmen gewählt. Amherd erreichte bereits im ersten Wahlgang das absolute Mehr.

Viola Amherd wird mit 148 Stimmen gewählt.

An zweiter Stelle lag die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen mit 60 Stimmen. CVP-Parteipräsident Gerhard Pfister erhielt 17 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 121 Stimmen. Verschiedene Personen erhielten 15 Stimmen.

Seit 2005 im Nationalrat

Die frühere Briger Stadtpräsidentin war bereits nach der Bekanntgabe des Rücktritts von Doris Leuthard aus der Landesregierung als Favoritin für deren Nachfolge gehandelt worden.

Die Juristin und Anwältin war von 2000 bis 2012 Präsidentin der Stadtgemeinde Brig-Glis. Seit 2005 sitzt sie für den Kanton Wallis im Nationalrat. Sie ist Mitglied in der Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen, Mitglied der Kommission für Rechtsfragen und Mitglied des Büros des Nationalrates. Seit 2011 ist sie zudem Vizepräsidentin der CVP-Bundeshausfraktion.

Auch Keller-Sutter zieht in den Bundesrat ein

Nicht weniger klar, aber weniger überraschend verlief die Ersatzwahl von FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Favoritin Keller-Sutter setzte sich ebenfalls im ersten Wahlgang gegen den Nidwaldner Ständerat Hans Wicki durch. Sie kam auf eine ebenfalls glanzvolle Stimmenzahl von 154 Stimmen, Wicki bekam 56 Stimmen.

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Glückwünsche nach der Wahl: Die frisch gewählte Bundesrätin Karin Keller-Sutter steuerte ohne Umwege auf ihre Wahl zu.

Glückwünsche nach der Wahl: Die frisch gewählte Bundesrätin Karin Keller-Sutter steuerte ohne Umwege auf ihre Wahl zu.

Keystone/Peter Schneider
2010 verlor sie die Bundesratswahl.

2010 verlor sie die Bundesratswahl.

Keystone/Anthony Anex
In der Zwischenzeit hat sich ihr Image von der Hardlinerin zur Kompromissschmiedin gewandelt.

In der Zwischenzeit hat sich ihr Image von der Hardlinerin zur Kompromissschmiedin gewandelt.

Keystone/Anthony Anex

wird neue Bundesrätin

Keller-Sutter galt praktisch schon als gewählt, als Schneider-Ammann seinen Rücktritt ankündigte. Die 54-jährige St. Gallerin hatte die passende Herkunft, das richtige Geschlecht und den nötigen politischen Rucksack. Auch das politische Profil erwies sich als mehrheitsfähig. Sogar die SP empfahl die ehemalige Asyl-Hardlinierin der St. Galler Regierung zur Wahl.

Karin Keller-Sutter wird mit 154 Stimmen gewählt.

Keller-Sutter hatte schon 2010 für den Bundesrat kandidiert. Damals zog das Parlament den Berner Schneider-Ammann vor. 2011 zog die St. Gallerin dann aber in den Ständerat ein, den sie 2018 präsidierte. Im Bundesparlament erwies sie sich als Brückenbauerin, die vor allem bei gewichtigen Dossiers wie der Reform der Altersvorsorge oder der Steuervorlage immer wieder den Ausgleich suchte. (20 Minuten/sda)

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