Die Stimmung war wie im WM-Stadion
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Die Stimmung war wie im WM-Stadion

Erst- bis Neuntklässler fieberten gestern vor zwei Grossbildschirmen beim Match Togo – Schweiz mit. Das Brunnmattschulhaus erbebte unter den Fanrufen von fast 300 Schülern.

«Hopp Schwyz, hopp Schwyz, To-go, To-go» – in ohrenbetäubender Lautstärke feuerten die Schüler des Berner Schulhauses Brunnmatt gestern ihre Lieblingsteams an. «Cool, dass wir WM schauen dürfen statt in der Schulstunde zu sitzen», sagt Cihan Kolusari (16). Und auch Shiau Hussein (13) strahlt: «Ich bin ein Fussball-Fan. Gut, dass die Lehrer eine Ausnahme machen!»

Das Schulhaus, in dem Schüler aus 43 verschiedenen Nationen zum Unterricht gehen, war ein riesiger WM-Hexenkessel. WM-Shirts, Fahnen, auf Oberarme gemalte Schweizerkreuze trugen viele Schüler aber auch Lehrer. Sogar der Schulkommissionspräsident feierte mit – im roten Shirt mit weissem Kreuz.

«Weil nicht alle in der Eingangshalle Platz fanden, stellten wir eine zweite Leinwand auf», sagt Madeleine Michel. Sie ist Lehrerin einer zweiten Klasse und hatte die zündende Idee. «Der völkerverbindende Gedanke, der durch den Sport vermittelt werden kann, ist für eine multikulturelle Schule eine grosse Chance», sagt sie. Ob mehr Schüler für die Schweiz oder für Togo die Daumen gedrückt haben, war nicht klar – und auch nicht wirklich wichtig.

Andrea Abbühl

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