«The Blue Butterfly»: Die Suche nach dem blauen Wunder

Aktualisiert

«The Blue Butterfly»Die Suche nach dem blauen Wunder

Die in Kanada lebende Schweizerin Léa Pool drehte einen sehr kitschigen, amerikanischen Film.

Der Film basiert auf einer wahren Geschichte, wie es zu Beginn von «The Blue Butterfly» heisst. Und die geht so: Der kleine Junge Pete leidet an einem Hirntumor. Die Ärzte geben ihm nur noch wenige Monate. Petes grösster Wunsch ist es, im Regenwald einen Blue Morpho zu fangen – eine seltene Schmetterlingsart. Er ist überzeugt davon, dass ihn der blaue Schmetterling heilen kann. Der Einzige, der Pete glücklich machen könnte, ist der Insekten-Experte Alan Osborne (William Hurt). Pete kann den Wissenschafter überreden, mit ihm und seiner Mutter (Pascale Brussières) nach Costa Rica zu fliegen und sich auf

die Suche nach dem blauen Wunder zu machen.

Regisseurin Léa Pool («Lost and Delirious») zieht in «The Blue Butterfly» jedes Register, um grosse Gefühle zu wecken: Der todkranke Pete, der resignierte Alan, die allein erziehende Mutter, die gewaltige Vielfalt der Natur, dramatische Szenen im Regenwald – und auch noch ein Wunder – packte die Schweizerin in ihren Film.

Der Streifen ist so wenig überraschend, wie er kitschig ist – er profitiert aber von einer schnörkellosen Inszenierung und der prächtigen Natur.

Benjamin Bögli

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