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AusnahmetransportDie Super Constellation rollt nach Deutschland

Mit einem grossen Lastwagen und viel Aufwand ist das Oldtimer-Flugzeug Super Constellation nach Deutschland gebracht worden. Dort wird es saniert.

von
lar

Der Rumpf der legendären Propellermaschine Super Constellation ist in der Nacht auf Donnerstag mit einem Transporter nach Deutschland gebracht worden. (Video: Tamedia / Leser-Reporter)

Lange stand die Propellermaschine Super Constellation am Flughafen in Zürich am Boden. Das legendäre Flugzeug hätte erst nach einer vollständigen Sanierung wieder abheben dürfen. Doch dafür fehlte das Geld. Nun ist der Rumpf des «Star of Switzerland» in der Nacht auf Donnerstag mit einem Ausnahmetransport nach Deutschland gebracht worden.

«Das war eine grosse Herausforderung, aber alles ist einwandfrei verlaufen, ich bin superzufrieden mit der gewaltigen Teamleistung aller beteiligten Personen», sagt Daniel Hirt, der mit seiner Firma Heavy Transport Service für den Transport verantwortlich war. Immerhin sei der 42 Meter lange Transport mehr als doppelt so breit gewesen wie ein normaler Lastwagen.

Rückwärts in die Autobahn

Im Vorfeld waren der Transport und die Strecke minutiös geplant worden. Kurz vor dem Transport wurden alle Hindernisse im Strassenbereich, die das Flugzeug hätten beschädigen können, vorübergehend demontiert. «Wir mussten aufpassen, dass das Flugzeug an kein Objekt stösst, da es bei einer Beschädigung vermutlich nie mehr flugfähig hätte gemacht werden könnte», so Hirt.

Die Fahrt führte von der Werft am Flughafen Zürich im Schritttempo in Richtung Autobahn. Für die vier Kilometer brauchte der Transport fast vier Stunden. Ungefähr um zwei Uhr morgens erreichte er dann die Autobahn in Kloten. «Er musste rückwärts auf die Autobahn fahren da eine andere Streckenführung aufgrund der Dimensionen nicht möglich war», sagt Hirt weiter. Von dort ging es zuerst an die Schweizer Grenze, wo das Flugzeug verzollt wurde, und dann weiter zum süddeutschen Flugplatz Eschbach-Bremgarten, wo die Maschine repariert werden soll.

Die notwendigen Reparaturen der Super Constellation sollen mehrere Jahre dauern und etliche Millionen Franken kosten. «Normalerweise sind solche Flieger nicht für den Transport gedacht, da sie extrem heikel sind. Weltweit gibt es nur noch zwei Exemplare von diesem Modell, jedoch ist nur dieses flugtauglich», so Hirt.

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