Frostige Zeiten: Die Super League wird zur «Zitter League»

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Frostige ZeitenDie Super League wird zur «Zitter League»

Spieler und Fans müssen sich warm anziehen. In vier Tagen beginnt die Rückrunde in der Super League. Es wird eine frostige Angelegenheit.

von
Sandro Compagno/Peter Berger
Schon im letzten Februar vor dem Europa-League-Spiel in St. Petersburg gegen Zenit mussten sich die YB-Stars warm anziehen.

Schon im letzten Februar vor dem Europa-League-Spiel in St. Petersburg gegen Zenit mussten sich die YB-Stars warm anziehen.

Noch vor den Fussball-Profis haben die Meteorologen das sagen. Und die schlagen Alarm: Eine Kältewelle aus Sibirien soll sich morgen über die Schweiz legen. Aus den angenehmen Januar-Temperaturen wird klirrende Kälte: minus 10 Grad im Flachland, und das zum Start in den Fussball-Frühling!

Doch das Positive vorneweg: Wer über ein Paar lange Unterhosen verfügt und Lust hat, bei –15 Grad Celsius ins Stadion zu pilgern, der wird nicht enttäuscht. Vier Spiele stehen am Samstag und am Sonntag an, alle auf beheizbaren Rasenflächen. «Das Terrain entscheidet, ob gespielt wird oder nicht», bestätigt Philippe Guggisberg, Sprecher der Swiss Football League (SFL). Die Kälte sei noch nie Grund gewesen, ein Spiel abzusagen. «Aber das liegt im Ermessen des Schiedsrichters.»

Es wird kalt sein in den Schweizer Stadien. Ab Donnerstag steigen die Temperaturen nicht mehr über –5 Grad Celsius, im Flachland kann das Quecksilber unter –10 Grad fallen. Zum Beispiel am Samstagabend, wenn Luzern in der Swiss­porarena den FC Zürich empfängt. Eine Herausforderung auch für den neuen FCZ-Brasilianer Ramazotti. «Ja, ich habe von der Kältewelle gehört», sagt der 1,93-m-Mann. «Ich habe zwar noch nie bei –10 Grad gespielt, aber ich denke, das sollte gehen.» FCZ-Arzt Dr. Christian Brunner hält derart arktische Temperaturen bei geringer Luftfeuchtigkeit für unbedenklich: «Natürlich ist es wichtig, dass sich die Spieler sehr gut aufwärmen.» Besonders gelte dies für die Goalies. «Sie müssen auch während dem Spiel ständig in Bewegung bleiben.» Zudem wird Brunner den Spielern empfehlen, wärmende Unterwäsche zu tragen. Ein lang­armiges Unterziehleibchen mit Kragen wird auch Thun-Goalie David da Costa am Sonntag bei den Grasshoppers anziehen. «Und da im Letzigrund eine Rasenheizung installiert ist, werde ich wohl auch warme Füsse haben.»

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