Wahldebakel: Die SVP bleibt in der Opposition

Aktualisiert

WahldebakelDie SVP bleibt in der Opposition

Die Luzerner haben am Sonntag mit einem eindeutigen Resultat ihren neuen Regierungsrat gewählt. Die SVP hatte keine Chance.

von
Rahel Schnüriger
Der neue Regierungsrat: Robert Küng, Yvonne Schärli, Marcel Schwerzmann, Guido Graf und Reto Wyss. (key)

Der neue Regierungsrat: Robert Küng, Yvonne Schärli, Marcel Schwerzmann, Guido Graf und Reto Wyss. (key)

«Es ist sehr ernüchternd, ich hätte diese Herausforderung gerne angenommen», sagte gestern SVP-Regierungsratskandidat Urs Dickerhof nach Bekanntgabe des definitiven Wahlresultats. Mit nur gerade 21 377 Stimmen landete der Emmer Finanzdirektor abgeschlagen auf dem letzten Platz. Die anderen Kandidaten – Robert Küng (FDP/neu), Marcel Schwerzmann (parteilos/bisher), Yvonne Schärli (SP/bisher) und Reto Wyss (CVP/neu) – erhielten alle zwischen 52 012 und 52 945 Stimmen. CVP-Kandidat Guido Graf war als einziger bereits im ersten Wahlgang am 10. April wiedergewählt worden.

SVP-Kantonalpräsident Josef Kunz erklärt sich die Wahlschlappe so: «Es hat kein Wahlkampf stattgefunden. Wichtige Themen wie die Agrarpolitik wurden gar nicht angesprochen.» Nun gebe es lediglich einen Weg: Die SVP werde als zweitstärkste Fraktion im Luzerner Kantonsparlament weiterhin Opposition betreiben.

Für den Luzerner FDP-Präsidenten Peter Schilliger zeigt die SVP-Schlappe dagegen, dass das Volk Politiker in der Exekutive will, die führen können und konsensfähig sind. Marcel Schwerzmann signalisierte denn auch die Bereitschaft für eine Zusammenarbeit mit der SVP und fügte an: «Es kann halt nicht für alle reichen.»

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