Aktualisiert 18.02.2011 15:05

Billag-BoykottDie SVP krebst zurück

Die SVP ruft nun doch nicht zum Boykott der Billag-Gebühren auf. Sie will stattdessen die Radio- und TV-Gebühren auf 200 Franken senken.

SVP-Parteipräsident Toni Brunner: Nichts mit Billag-Boykott.

SVP-Parteipräsident Toni Brunner: Nichts mit Billag-Boykott.

Die Parteileitung der SVP hat das von

Parteipräsident Toni Brunner aufs Tapet gebrachte Thema am Freitag diskutiert und ist zum Schluss gekommen, auf den Aufruf zu verzichten.

Man wolle nicht, dass die Teilnehmer eines solchen Boykotts kriminalisiert würden, teilte SVP-Generalsekretär Martin Baltisser auf Anfrage mit.

Werner Marti: «Die Zahlungsmoral ist gut»

Die Partei beschränkt sich stattdessen darauf, die Petition ihrer Nationalrätin Nathalie Rickli zu unterstützen. Rickli sammelt gegenwärtig Unterschriften für ihre Bittschrift «Radio- und Fernsehgebühren: 200 Franken sind genug». Derzeit liegen die Gebühren bei 462.40 Franken pro Jahr.

Schawinski als Auslöser

Auslöser für die Diskussion um einen Gebührenboykott war, dass das Schweizer Fernsehen Anfang Februar den Medienunternehmer Roger Schawinski für eine eigene Talkshow engagiert hatte.

SVP-Präsident Toni Brunner äusserte danach in mehreren Medienberichten den Verdacht, dass das Schweizer Radio und Fernsehen absichtlich alle Positionen mit SVP-Hassern besetze. Dabei kündigte er auch an, über einen Aufruf zum Billag-Gebührenboykott zu diskutieren.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.