Aktualisiert 02.03.2011 09:32

BernDie SVP muss ihre Demo verschieben

Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause macht Ernst: Er will in den letzten vier Wochen vor den Wahlen keine Politveranstaltungen auf dem Bundesplatz zulassen.

von
Patrick Marbach
6.10.2007: Polizeieinsatz gegen Autonome. (key)

6.10.2007: Polizeieinsatz gegen Autonome. (key)

Die Krawalle von 2007 sollen sich nicht wiederholen. Schon als die SVP ankündigte, diesen Herbst wieder eine Kundgebung in Bern durchzuführen, skizzierte Reto Nause eine mögliche Lösung: Um gefährliche Terminkollisionen zu verhindern, sollen ab Oktober bis zu den Wahlen keine Politaktionen vor dem Bundeshaus mehr stattfinden. Daran hält die Stadt jetzt fest: «Wir haben den Parteien Ersatztermine im September unterbreitet», erklärt Nause. Neben der SVP muss auch die SP eine geplante Kundgebung verschieben.

«Die Grundrechte sind gewährleistet. Wir ermöglichen es allen Parteien, ihre Anlässe durchzuführen, sind aber auf ihre Kooperation angewiesen», sagt Nause. Zwar zeichne sich bei der SVP nach ersten Gesprächen eine mittlere Unzufriedenheit ab, doch der Verhandlungsspielraum der Stadt sei begrenzt. Denn im Oktober findet in Bern bereits ein internationaler Parlamentarierkongress mit über tausend Teilnehmern statt. Zudem belegt die SRG, wie bei der Aktion «Jeder Rappen zählt», den Bundesplatz mit Containern für ein neues Wahlkampf-Sendungsformat. Dass die Parteien in die Gassen ausweichen und statt Platzkundgebungen Umzüge durchführen, kommt für Nause nicht in Frage: «Das würde die Sicherheitskosten explodieren lassen.» Für die SVP ist die Sache nicht gegessen: «Wir sind in Kontakt mit den Behörden», sagt die stellvertretende Generalsekretärin Silvia Bär.

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