Aktualisiert 03.04.2017 19:19

Wahlschlappe

Die SVP verliert die Hälfte ihrer Sitze in Neuenburg

Die Neuenburger haben bei den Wahlen die bisherige Regierung bestätigt – im Parlament ist die SVP die grosse Verliererin. Einen zweiten Wahlgang wird es voraussichtlich nicht geben.

von
mch
Die SVP verlor 11 ihrer 20 Sitze: Wahlplakate in Neuenburg. (2. April 2017)

Die SVP verlor 11 ihrer 20 Sitze: Wahlplakate in Neuenburg. (2. April 2017)

Keystone/Laurent Gillieron

Bei den Wahlen im Kanton Neuenburg konnten die bürgerlichen Parteien ihre Mehrheit im Parlament knapp verteidigen. Sie verlieren 3 Sitze und stellen neu 58 Vertreter, einen mehr als die linken Parteien.

Grosse Verliererin ist die SVP, die 11 ihrer 20 Sitze verliert. Auf ihre Kosten zulegen konnte die FDP (+8). Sie bleibt mit 43 Sitzen stärkste Kraft im Parlament. Komplettiert wird das bürgerliche Lager durch die CVP mit 2 Vertretern (+1) und die Grünliberalen, die noch 4 Sitze haben (-1).

Die linke Minderheit setzt sich aus 32 SP, 17 Grünen und 8 PdA-Vertretern zusammen. Während SP und PdA je einen Sitz verlieren, gewinnen die Grünen 5 Sitze. Für die 115 Sitze im Grossen Rat waren 495 Kandidatinnen und Kandidaten angetreten.

Voraussichtlich kein zweiter Wahlgang in Neuenburg

Nach der SVP, der PdA und den Grünen hat heute Abend auch die FDP beschlossen, ihre Kandidatin, Isabelle Weber, nicht in die zweite Runde für die Regierungsratswahlen zu schicken.

Mit dem Entscheid der FDP, die Kandidatur der siebtplatzierten Isabelle Weber zurückzuziehen, wird der Weg frei für die bisherigen fünf Neuenburger Regierungsräte.

An der Spitze des ersten Wahlgangs stand Jean-Nat Karakash von der SP. Die weiteren Ränge belegten die beiden FDP-Staatsräte Laurent Favre und Alain Ribaux, und die bisherigen SP-Exekutivmitglieder Monika Maire-Hefti und Laurent Kurth. Sie dürften nun am Dienstag in einer stillen Wahl bestätigt werden.

Heute Morgen hatten die Grünen mitgeteilt, ihren Kandidaten Fabien Fivaz, der beim ersten Wahlgang mit über 5000 Stimmen Rückstand auf dem sechsten Platz gelandet war, nicht erneut ins Rennen zu schicken. Der Abstand auf den fünften Platz sei zu gross, teilten sie mit. Zuvor hatten bereits die SVP und die PdA ihren Rückzug angekündigt. (mch/sda)

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