Lufthansa: Die Swiss-Mutter hat den Riesenvogel
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LufthansaDie Swiss-Mutter hat den Riesenvogel

Die Kranichflotte hat gewichtigen Zuwachs erhalten. Als fünfte Airline der Welt hat die Lufthansa in Hamburg einen Airbus A380 mit 526 Sitzplätzen übernommen.

Bei einem Festakt im Hamburger Airbus-Werk wurde das knapp 350 Millionen Dollar teure Flugzeug am Mittwoch an Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber übergeben, wie die Fluggesellschaft mitteilte. «Alle freuen sich genauso auf dieses Flugzeug wie unsere Kunden, die bereits gezielt A380-Flüge buchen», sagte Mayrhuber laut Mitteilung.

Insgesamt hat die Swiss-Mutter 15 der Langstreckenjets bestellt, vier sollen noch bis Herbst ausgeliefert werden. Am Nachmittag sollte der erste A380 mit der traditionellen weiss-blau-gelben Lackierung der Kranichlinie mit 500 Ehrengästen an Bord nach Frankfurt am Main fliegen und dort getauft werden. Die Frankfurter Werft wird die Heimatbasis der A380-Flotte der Lufthansa.

Das Flugzeug erhält nach Unternehmensangaben den Namen «Frankfurt am Main». Am 6. Juni soll die Maschine die deutsche Fussball-Nationalmannschaft zur WM nach Südafrika bringen. Den regulären Flugbetrieb nimmt der Riesenflieger am 11. Juni auf der Strecke Frankfurt-Tokio auf. Ihre drei Schwesterjets sollen später Johannesburg und Peking anfliegen.

Airbus hat bislang 202 Superjumbos verkauft und 27 Maschinen an Singapore Airlines, Emirates, Qantas und Air France ausgeliefert. Der A380 ist grösser als sein Konkurrent, die Boeing 747. Dennoch ist das Airbus-Modell laut Firmenangaben leiser und verbraucht weniger Treibstoff pro Passagier. Lufthansa ist mit 274 Bestellungen für alle Flugzeugtypen des Herstellers der weltweit grösste Kunde von Airbus. (sda/dapd)

Ein wahrer Gigant

Der Airbus A380 ist das bislang grösste Flugzeug in der Geschichte der zivilen Luftfahrt. In der Basisversion der Maschine finden 555 Fluggäste Platz. Das vierstrahlige Flugzeug mit einer Spannweite von 79,8 Metern kann 15.400 Kilometer ohne Zwischenlandung zurücklegen - also nonstop Verbindungen zwischen den wichtigsten Drehkreuzen in Europa, Nordamerika und Asien bewältigen.

Deutschland liefert das vordere und hintere Rumpfteil sowie das Seitenleitwerk. Das Mittelteil kommt aus Frankreich. Grossbritannien steuert die Tragflächen und Spanien das Heck bei. Zusammengebaut wird das Flugzeug in Toulouse. Die Inneneinrichtung wird schliesslich im Airbus-Werk Hamburg eingebaut, wo der Super-Jumbo auch lackiert wird.

Das 72,7 Meter lange Grossraumflugzeug mit einem maximalen Startgewicht von 569 Tonnen ist zweistöckig, mit Sitzen auf beiden Etagen. Das Cockpit befindet sich zwischen den Ebenen. Auf Wunsch können die Maschinen mit grosszügigen Unterhaltungs- oder Schlafmöglichkeiten für Fluggäste ausgestattet werden.

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