Aktualisiert 24.07.2018 09:32

Gstaad im Fokus

Die temporäre Schweizer Sporthauptstadt

Die Sportevents in Gstaad sorgen einerseits für Wertschöpfung, andererseits für einen starken Werbeeffekt.

von
Adrian Ruch
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Diese Woche haben die Männer das Zepter in Gstaad übernommen, hier der Schwede Elias Ymer während seiner Auftaktpartie am Swiss Open.

Diese Woche haben die Männer das Zepter in Gstaad übernommen, hier der Schwede Elias Ymer während seiner Auftaktpartie am Swiss Open.

Keystone/Peter Schneider
In der Vorwoche gehörten die Tenniscourts noch den Frauen: Alizé Cornet aus Frankreich konnte das Turnier gewinnen.

In der Vorwoche gehörten die Tenniscourts noch den Frauen: Alizé Cornet aus Frankreich konnte das Turnier gewinnen.

Keystone/Anthony Anex
Den sportlichen Anfang machten in Gstaad Mitte Juli die Beachvolleyball-Profis, hier die Tschechin Barbora Hermannova.

Den sportlichen Anfang machten in Gstaad Mitte Juli die Beachvolleyball-Profis, hier die Tschechin Barbora Hermannova.

epa/Peter Schneider

Im Sommer ist Gstaad die Sporthauptstadt der Schweiz. Innert dreier Wochen findet im Chaletdorf ein Major-Turnier im Beachvolleyball sowie je ein Profitennisevent der Frauen und Männer statt. Innert rund 36 Stunden wird die Beachvolleyball-Arena jeweils in ein Tennisstadion verwandelt.

«Die drei Events sind in doppelter Hinsicht wichtig; einerseits bringen sie unserer Region viel Publizität, andererseits volkswirtschaftlichen Ertrag», sagt Toni von Grünigen, Präsident der Einwohnergemeinde Saanen. Auch Christian Hoefliger, Präsident des Hotelier-Vereins Gstaad-Saanenland, erwähnt neben der Wertschöpfung den Ruf, der nach aussen getragen wird. «Wir betreiben so auf subtile Art ein tolles Marketing.»

Die Nachfrage beim Tennis hat nachgelassen

Während die Tribünen in der Beachvolleyball-Woche gut gefüllt waren, zogen die Tennisspielerinnen enttäuschend wenig Besucher an. Das Männerturnier, das diese Woche stattfindet, wird traditionsgemäss deutlich besser frequentiert. «Beim Beachvolleyball zieht die ausgelassene Stimmung viele Leute an, es herrscht gute Laune», erzählt Hoefliger, der festgestellt hat, dass beim Tennis die Nachfrage in den letzten 15 Jahren nachgelassen hat.

Es werden durch die beiden Sportarten unterschiedliche Kundensegmente angesprochen, das zeigt sich schon an den Ticketpreisen. «Es gibt keine Studie, aber ich gehe davon aus, dass der Tennisgast mehr Geld ausgibt», meint von Grünigen. Zudem dürfte der Werbeeffekt beim Tennis aufgrund der grösseren globalen Ausstrahlung deutlich stärker sein.

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