Axpo Super League: Die Tops und Flops des ersten Viertels
Aktualisiert

Axpo Super LeagueDie Tops und Flops des ersten Viertels

Neun von 36 Runden in der Schweizer Fussballmeisterschaft sind absolviert. Grund genug, Bilanz zu ziehen.

von
Herbie Egli

Das WM-Gejohle des Sommers ist verklungen, mittlerweile hat sich wieder jeder Fussballfan an das einheimische Kicken gewöhnt. Doch ehrlich gesagt ist es immer noch gewöhnungsbedürftig. Die grossen Knüller boten noch nicht das Gewünschte und Traumtore waren bis jetzt Mangelware. Aber es bleiben ja noch 27 Runden zu spielen, um dies zu korrigieren.

Dennoch gab es bis jetzt auch Highlights. Der FC Luzern hat seinen Schwung aus der letzten Saison mitnehmen können. Die Innerschweizer führen die Tabelle sogar an. Dies notabene mit einem Spiel weniger als der direkte Verfolger FC Basel. Der letztjährige Doublegewinner leidet aber an einer Doppelbelastung. Es gilt für ihn, den Spagat zwischen Meisterschaft und Champions League zu bewältigen. Auch YB tanzt mit der Europa League auf einer Doppelhochzeit, was bei den Bernern bis jetzt Spuren hinterlassen hat.

Ein 2. Thuner Märchen?

In der noch jungen Saison überrascht hat der FC Thun. Der Aufsteiger aus dem Berner Oberland war als einziges Team bis zur 8. Runde ungeschlagen und hält sich wacker im Mittelfeld der Tabelle. Mit dem letztjährigen Challenge-League-Torschützenkönig Nick Proschwitz haben die Thuner auch den ersten Skorer der neuen Saison in ihren Reihen. Der Deutsche traf beim Saisonauftakt gegen YB bereits nach einer Minute.

Als der Treffsicherste erwies sich im ersten Saisonviertel Alex Frei. Der Basler Stürmer hat bereits wieder acht Tore geschossen. Generell fielen in den ersten neun Runden der Axpo Super League fast so viele Treffer wie vor einem Jahr. Trotz zwei Spielen weniger – der FCZ und GC mussten ihre Heimspiele gegen Luzern bzw. Sion wegen den beiden U2-Konzerten verschieben – landete der Ball 141-mal im Netz. Letzte Saison waren zum gleichen Zeitpunkt 148 Treffer gefallen.

Ein Lob auf Schiris und Fans

Bei eingefleischten Zuschauern und Medien sind die Schiedsrichter oft die Buhmänner. Doch in den ersten neun Spielen sind den Männern mit der Pfeife in der Hand keine gravierenden Fehler passiert. Daher darf dies auch einmal positiv erwähnt werden. Auch die Fans verhielten sich während dem Saisonstart mehrheitlich so, wie man es von ihnen erwartet. Grosse Scharmützel blieben aus. Und werden es hoffentlich auch in den restlichen 27 Runden.

Das Damoklesschwert über dem Stadion

Eine schwere Bürde lastet auf dem FC St. Gallen. Die Ostschweizer kämpfen mit massiven Geldproblemen. Deswegen konnte im Sommer auch keine schlagkräftige Truppe zusammengestellt werden, was sich auf die Resultate auswirkte. Der FCSG ziert das Ende der Tabelle. Ein Sanierungsplan liegt zwar vor, doch ob dieser zustande kommt, steht noch in den Sternen. Falls nicht, gehen in der Ostschweiz wohl die Fussballlichter aus.

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