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Das bittersüsse EndeDie Traumtore der Unsiegbarsten

Der Luzerner SC III und der SC Post Winterthur lieferten sich gestern ein Duell der Extraklasse. Trotz haufenweise Chancen und Bilderbuch-Treffern stemmten am Ende die Pöstler den Nicht-Sieger-Pokal.

Die Highlights vom Cup der Unsiegbaren.

Was für ein Spiel! Der Cup der Unsiegbaren war alles andere als ein mieses Keller-Gekicke. Der SC Post Winterthur und der Luzerner SC III, die beiden erfolglosesten Teams im Schweizer Fussball, lieferten eine Partie jenseits aller Erwartungen.

Vielleicht war es der Hightech-Kunstrasen, die 200 Zuschauer, das 1.-Liga-Schiri-Trio oder die an diesem Abend nach Schwamendingen gereiste «schönste Frau der Schweiz»: Bereits beim Aufwärmen zeigten die Spieler die beste Leistung der Saison. Fulminant war dann auch der Spielbeginn: In der 5. Minute schoss Del Monego den SC Post mit einem Traumtor in Führung und sich selbst in den 5.-Liga-Olymp. «Herrliches Tor!», kommentierte 20-Minuten-Sportchef Fehr.

Hätte «s'Drüü» gespielt, wie es die ganze Meisterschaft gespielt hatte, wäre die Partie jetzt entschieden gewesen. Doch die Luzerner schienen ihre mentalen Kräfte ein Jahr lang aufgespart zu haben - bereits in der 7. Minute fiel der Ausgleich durch Raphael Meyer. «Herrlich», kommentierte Fehr. Drei Minuten später forderte der harte Einsatz beider Teams das erste Opfer: Nach einem Foul musste SC-Post-Meier vom Platz. «Aua, aua, aua», skandierten die Fans der Winti-Kurve, die mit Megafon und Rauchpetarde angereist waren. «Kreuzbandriss», diagnostizierte Tschutter lic. mac. oec., der das Spiel kompetent kommentierte, mit der Ferndiagnose aber glücklicherweise falsch lag. Bereits in der 12. Minute fiel das nächste Traumtor für Winti: Güntensberger schoss die Pöstler in Führung. Beim 2:1 für den SC Post blieb es bis zur Pause.

Kaum pfiff Schiri Raphael Gentile zur zweiten Halbzeit, schoss Gschwind den Ausgleich. Während den Pöstlern langsam die Puste ausging, skandierten die Fans unermüdlich «SC Post ein Leben lang!» Doch die lautstarke Unterstützung half nichts mehr - in der 65. Minute gelang Luzern die Führung, fünf Minuten später topfte Andy Lange zum 4:2. Die Gelb-Schwarzen blieben, so gut es halt eben ging, am Ball und schafften den Anschlusstreffer. Erneut: Ein Traumtor! Die Partie wurde nochmals spannend, der herausragende Del Monego zog alle Register, doch am Ende reichte es den Pöstlern nicht mehr für den Ausgleich.

Luzern ging sichtlich erleichtert vom Platz, die schöne Barbara übergab den Pöstlern den Pokal, die Fans gaben sich eine Bierdusche und feierten die «Unsiegbarsten 2012».

Haben Sie den Cup der Unsiegbaren verpasst? Hier können Sie sich das Spiel in voller Länge ansehen:

Die erste Halbzeit:

Video: 20 Minuten Online

Die zweite Halbzeit:

Video: 20 Minuten Online

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