Aktualisiert 05.08.2008 10:43

GenerationenberichtDie Überalterung ist der Jugend Glück

Kinder pflegen betagte Eltern, Grossmütter betreuen Enkelkinder: In der Schweiz ist die Solidarität der Generationen Milliarden wert. Und auch die Überalterung ist laut einer Studie nicht zwangsläufig ein Problem: Sie schafft für Junge Arbeit und Auskommen.

In Überalterung der Schweizer Gesellschaft bedeutet nach einer Studie nicht zwangsläufig eine stärkere Belastung für die Jungen. Da ältere Menschen mehr medizinische Hilfe benötigen, sorgen sie für Arbeit und Lohn für die Jungen.

Zu diesem Schluss kommt ein Generationenbericht, welcher der Schweizerische Nationalfonds (SNF) am Dienstag veröffentlichte. Pasqualina Perrig-Chiello und François Höpflinger untersuchten darin die Lebenslagen der verschiedenen Generationen.

Vor allem bei Pflege- und Betreuungsdiensten funktioniere die Solidarität der Generationen gut, finden die Forschenden. Sechs von zehn über 80-Jährigen, die zu Hause leben, werden von Angehörigen gepflegt. Umgekehrt betreuen Grossmütter jährlich während 80 Millionen Stunden Kleinkinder. Diese Leistungen sind mehrere Milliarden Franken wert.

Für einen beträchtlichen Teil der Umverteilung zwischen den Generationen sorgen Erbschaften. Allerdings gibt es grosse Unterschiede: 0,6 Prozent der Erbenden erhalten über 5 Millionen Franken und teilen sich damit einen Drittel des vererbten Vermögens. Die Hälfte der Erbenden erhält weniger als 50 000 Franken.

(sda)

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