Eurovision Song Contest 2022: Die Ukraine gewinnt, Selenski freut sich – und die Tweets überschlagen sich
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Eurovision Song Contest 2022Die Ukraine gewinnt, Selenski freut sich – und die Tweets überschlagen sich

Das Netz streitet darüber, ob der ESC-Sieg der Ukraine gerechtfertigt ist oder nicht. Währenddessen freut sich der ukrainische Präsident darüber, den Anlass nächstes Jahr in der Ukraine durchzuführen.

Kalush Orchestra feiert nach der Verkündung des ersten Platzes den gewonnenen ESC. 

Kalush Orchestra feiert nach der Verkündung des ersten Platzes den gewonnenen ESC. 

IMAGO/ZUMA Press

Darum gehts

  • Die Ukraine hat den diesjährigen Eurovision Song Contest gewonnen. 

  • Im Netz streiten sich die Userinnen und User darüber, ob es nun ein politischer und/oder ein berechtigter Sieg war. 

  • Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski selber freut sich darauf, «Eurovision nächstes Jahr in der Ukraine zu veranstalten».

Die Ukraine gewann am frühen Sonntagmorgen den diesjährigen Eurovision Song Contest in Turin. Mit dem Song «Stefania» hat die Band Kalush Orchestra die meisten Stimmen des Publikums eingefangen. Wie üblich lassen die Reaktionen auf den Sieg der Gruppe nicht lange auf sich warten. 

Auf Twitter wird der russische Präsident Wladimir Putin zum Meme – und stimmt telefonisch für Grossbritannien, um der Ukraine den Sieg zu verwehren.

Der ganze Eurovision Song Contest stand dieses Jahr unter dem Schatten des russischen Angriffkrieges in der Ukraine. So nutzte auch der ukrainische Lead-Sänger Oleh Psiuk die Bühne, um den Krieg zu erwähnen und eine Botschaft an die Zuschauer zu richten: «Bitte: Helft der Ukraine und Mariupol. Helft Asowstal - jetzt!»

Auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat dem Kalush Orchestra zum Sieg der Ukraine beim Eurovision Song Contest (ESC) gratuliert. «Unser Mut beeindruckt die Welt, unsere Musik erobert Europa», schrieb Selenski in der Nacht zu Sonntag auf Facebook. Zudem schrieb er, dass nächstes Jahr die Ukraine den ESC veranstalten wird.

Und auch darauf hat das Netz eine Antwort: «Ein vom Krieg gebeuteltes Land gewinnt aus ‹Mitleid› den ESC und soll nächstes Jahr diesen teuren Anlass durchführen. Macht Sinn. Nicht.», schreibt eine Userin.

Weiter wird von verschiedenen Seiten kritisiert, dass der Sieg der Ukraine musikalisch nicht verdient sei. 

Auch die Seitenhiebe auf Deutschland lassen nicht auf sich warten 

Die Pleite Deutschlands, auf dem letzten Platz zu landen, war wohl weniger absehbar als der Publikumssieg der Ukraine. Die User werden sich wohl noch bis Sonntag darüber streiten, ob der Eurovision Song Contest nun eine politische Veranstaltung ist oder nicht.

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(sys)

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