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Die Ukraine im Visier - Gygax wieder fit

Die Schweizer Fussballnati hat keine Zeit, die Achtelfinal-Qualifikation zu geniessen: Am Tag nach dem 2:0-Sieg gegen Südkorea bereitete sich Köbi Kuhns Team bereits auf das Duell mit der Ukraine vor. Der Schock über das WM-Out von Philippe Senderos wird ein wenig durch die Rückkehr von Daniel Gygax kompensiert.

Allzu gross mochten die müden Schweizer Spieler den Triumph am Sonntag nicht mehr kommentieren. Lieber blickten sie bereits vorwärts. Für Alex Frei folgt «dem ersten Schritt der Bonus». Pascal Zuberbühler, der einzige ungeschlagene Keeper der Vorrunde, sprach vom Supplément. Ihm tut die Wertschätzung der ihm vor wenigen Wochen noch feindlich gesinnten Öffentlichkeit besonders gut. «Es ist ein gutes Gefühl, ja.»

Aber auch Zuberbühler betonte, er sei kein Mann des Rückblicks. Für ihn steht ab sofort die Ukraine im Fokus. «Weshalb sollten wir die Ukrainer nicht schlagen?» Ja, weshalb eigentlich nicht? Von Tag zu Tag wächst das Selbstvertrauen, mit jedem Sieg mehr gerät das Schweizer Fussball-Volk mehr in Wallung. «Wir werden alles dafür tun, um noch länger in Deutschland zu bleiben», sprach sich Köbi Kuhn ebenso für eine Verlängerung der Schweizer Festspiele aus.

Doch ausgerechnet im Vergleich mit der Mannschaft, deren Stürmer Andrej Schewtschenko zu den Weltbesten seines Fachs zählt, muss Kuhn seine Abwehrformation im zentralen Bereich umstellen. Philippe Senderos, der 21-jährige Leader der Innenverteidigung, erlitt eine Schulterluxation und fällt wochenlang aus. Es ist anzunehmen, dass Johan Djourou (20) den Part seines Klubkollegen aus London übernehmen wird.

Im Fall von Daniel Gygax entwarnten die Ärzte. Der Zustand des im Hüftbereich angeschlagenen Lille-Mittelfeldspielers hat sich soweit verbessert, dass er ins Team zurückkehren kann. Ansonsten beschäftigt die Ärzte nichts - kein weiterer Schweizer ist nach dem Südkorea-Spiel so angeschlagen, dass sein Einsatz gegen die Ukraine gefährdet wäre.

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