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Die UNO kühlt und heizt in Genf mit Wasser

Die UNO geht in der Debatte zum Klimawandel mit gutem Beispiel voran: Sie wird ihren Sitz in Genf künftig mit Wasser aus dem See kühlen und heizen.

Das mit den Genfer Industriebetrieben vereinbarte Projekt hat einen Umfang von 35 Millionen Franken.

Das neue Kühl- und Heizsystem mit Wasser aus dem nahen Genfersee solle im kommenden Jahr im Europa-Hauptsitz der UNO sowie bei den Zentralen anderer Organisationen wie dem IKRK, ILO oder WHO zum Einsatz kommen. Auch das Hotel «Intercontinental» stelle um, sagte SIG-Direktor Philippe Durr am Mittwoch vor den Medien.

Der Biotechnologiekonzern Merck Serono verfügt bereits über ein solches System. Mit dem UNO-Projekt komme die neuartige Kühl- und Heiztechnik aber erstmals in einem ganzen Quartier zur Anwendung, sagte Durr weiter.

Dank dem neuen System setzt die UNO nach eigenen Angaben jährlich 2200 Tonnen CO2 weniger frei. Auch senke sich der Strom- und Wasserverbrauch. Gleichzeitig mit dem Seewasserprojekt stellt die UNO in Genf auf Erdgas und Solarenergie um.

Gegen 4000 Angestellte arbeiten in den 2800 Büros im UNO-Sitz in Genf. Das 1936 erbaute Gebäude ist veraltet und schlecht isoliert. Das Abwassersystem sowie die Beleuchtung wurden in jüngerer Zeit erneuert. (sda)

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