Die USA räumen ein: Viele sind unschuldig inhaftiert
Aktualisiert

Die USA räumen ein: Viele sind unschuldig inhaftiert

Die USA planen, 140 der 660 Gefangenen vom Militärstützpunkt Guantánamo auf Kuba freizulassen. Und geben zu, dass viele von ihnen vermutlich unschuldig festgehalten wurden.

«Viele von ihnen wären unter normalen Bedingungen gar nicht in Gefangenschaft gekommen», zitiert das US-Nachrichtenmagazin «Time» ein US-Militär. Die Armee habe es zwar mit vielen «sehr gefährlichen Menschen» zu tun, aber «das Pendel ist zu sehr in die falsche Richtung ausgeschlagen».

Die USA gehen davon aus, dass einige der Gefangenen Unschuldige sind, die von afghanischen Kriegsherren nach dem 11. September gefangen genommen und im Hinblick auf eine Belohnung an die USA ausgeliefert wurden.

Britische Zeitungen berichteten, Grossbritannien und die USA stünden kurz vor einer Einigung über die Überstellung von sieben der insgesamt neun britischen Guantánamo-Häftlingen. In dem seit Januar 2002 bestehenden Lager auf Guantánamo werden Häftlinge aus 42 Ländern unter international scharf kritisierten Bedingungen festgehalten; die meisten von ihnen sind bereits seit rund zwei Jahren dort.

Deine Meinung