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ColobraroDie verfluchte Stadt in Italien

Die Stadt Colobraro gilt als verflucht – und ist so gefürchtet, dass viele Italiener nicht mal ihren Namen aussprechen möchten.

von
mst
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Colobraro ist eine Gemeinde im Süden von Italien. Sie gilt als verflucht – so sehr, dass die Bewohner der umliegenden Dörfer sie nur als «diese Stadt» bezeichnen.

Colobraro ist eine Gemeinde im Süden von Italien. Sie gilt als verflucht – so sehr, dass die Bewohner der umliegenden Dörfer sie nur als «diese Stadt» bezeichnen.

Gaetano Virgallito / Flickr
Aber warum soll Colobraro verflucht sein? Es gibt drei ausschlaggebende Gründe. Einer ist der Name: Colobraro stammt vom lateinischen coluber – was Schlange, Natter bedeutet. Ein Tier, das schon seit der Bibel mit dem Bösen in Verbindung gebracht wird.

Aber warum soll Colobraro verflucht sein? Es gibt drei ausschlaggebende Gründe. Einer ist der Name: Colobraro stammt vom lateinischen coluber – was Schlange, Natter bedeutet. Ein Tier, das schon seit der Bibel mit dem Bösen in Verbindung gebracht wird.

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Ein weitere Grund ist die Geschichte des Anwalts Biagio Virgilio. Während einer flammende Rede soll er gesagt haben: «Und wenn ich lüge, dann soll dieser Kronleuchter von der Decke fallen.» Und genau das tat er.

Ein weitere Grund ist die Geschichte des Anwalts Biagio Virgilio. Während einer flammende Rede soll er gesagt haben: «Und wenn ich lüge, dann soll dieser Kronleuchter von der Decke fallen.» Und genau das tat er.

Gaetano Virgallito / Flickr

Hexen, das «böse Auge» und seltsame Unfälle haben dazu geführt, dass die italienische Kleinstadt Colobraro heute als verflucht gilt. Mysteriöse Unfälle und heimgesuchte Häuser gibt es dort en masse.

Die Stadt macht aus dem Fluch aber das Beste: Jährlich gibt es ein Fest, bei dem die unheimliche Geschichte von Colobraro zelebriert wird. Die auftretenden Künstler erzählen Geschichten über Magie, Zauberkunst und Schicksalsschläge.

Schon der Name ist ein Problem

Aber woher kommt der Fluch von Colobraro? Das Problem beginnt schon beim Namen: Colobraro, das von den umliegenden Ortschaften nur «diese Stadt» genannt wird, stammt vom lateinischen coluber – was Schlange oder Natter bedeutet. Ein Tier, das schon seit der Bibel mit dem Bösen in Verbindung gebracht wird.

Wegen des Namens war Colobraro schon immer gefürchtet, aber erst Mitte des 20. Jahrhunderts sollen ein Anwalt und eine Hexe das Unglück über die kleine Stadt gebracht haben.

Ein Anwalt gegen einen Kronleuchter

Die Legende besagt, dass der reiche und charmante Anwalt Biagio Virgilio jeden seiner Fälle gewann – und sich so natürlich auch viele Feinde machte. Eines Tages stand Virgilio im Gerichtssaal und um seinen Standpunkt zu unterstreichen, sagte der Anwalt: «Und falls ich lüge, dann soll dieser Kronleuchter von der Decke fallen.»

Nun: Der Kronleuchter fiel herunter. Zwar wurde niemand verletzt, aber trotzdem wurde der Name des Anwalts künftig mit schlechten Omen und Pech verbunden. Alle schlechten Ereignisse im Dorf wurden künftig auf den Fluch zurückgeführt, den Virgilio mit seinem Satz beschwört haben soll. Seine Angehörigen verliessen die Stadt.

Die Hexe, die gar keine war

Später besuchte ein Anthropologe Colobraro. Er suchte nach einer «fattucchiera», einer Magierin, die das «böse Auge» entfernen kann – ein Fluch, auferlegt durch die bösen Gedanken anderer Menschen. Mitten im Städtchen traf er «La Cattre», eine alte Frau mit einem sonnengebräunten Gesicht voller Falten. Er war sich sicher, die richtige Person gefunden zu haben.

Der Mann erzählte später von mysteriösen Unfällen und seltsamen Vorkommnissen, die ihm und seinem Team in Colobraro zugestossen waren. Von da an galt die Stadt als Hexenheimat. Übrigens: Elena di Napoli, eine Nachfahrin von «La Cattre» sieht das etwas anders: «Meine Ururgrossmutter war ganz sicher keine Hexe. Sie sah allerdings ein wenig so aus.»

Unfälle, Erdrutsche und Treffen von Hexenzirkeln

In den vergangenen Jahrzehnten gab es weitere Vorfälle: Es gab Erdrutsche, mysteriöse Unfälle und, dank der Gerüchte über «La Cattre», Treffen diverser Hexenzirkel. Der Fluch befällt angeblich nur Besucher, keine Einheimischen. «Natürlich. Wenn man meine Herkunft betrachtet, dann muss ich ja immun sein», sagt Elena di Napoli und lacht.

Weiter sagt die Nachfahrin von «La Cattre»: «Komische Sachen passieren immer nur den Menschen, die zum ersten Mal hierherkommen und an böse Omen glauben.» Und doch: Angeblich gibt es in Colobraro kaum Geschwindigkeitskontrollen, weil nicht mal die Polizei länger dort sein möchte.

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