Aktualisiert 08.03.2013 04:31

Urs Fischer«Die Vergangenheit ausblenden»

Erstmals seit seinem Rauswurf beim FC Zürich im Mai 2012 gibts für Urs Fischer am Sonntag ein Wiedersehen. Thuns Trainer will unbedingt drei Punkte.

von
Peter Berger

20 Minuten: Urs Fischer, das Wiedersehen mit dem FC Zürich dürfte speziell sein für Sie.

Urs Fischer: Wenn ich jetzt «nein» sage, lachen Sie vermutlich. Doch ich versuche, die Vergangenheit auszublenden. Es geht in diesem Spiel wie immer um drei Punkte.

Können sie das – Ihre langjährige FCZ-Zeit verdrängen?

Ich hoffe es.

Mit FCZ-Präsident Ancillo Canepa haben Sie keinen Kontakt mehr. Wie ist das Verhältnis zu Trainer Urs Meier?

Sehr gut. Wir waren ja lange gleichzeitig bei Nachwuchs-Mannschaften im FCZ engagiert. Als ich die erste Mannschaft und er das U21-Team betreute, war der Austausch intensiv. Wir telefonieren auch jetzt noch miteinander und schreiben uns SMS.

Erstaunt es Sie, dass der FCZ unter Meier fünf von sechs Partien gewonnen hat?

Keineswegs. Dass die Mannschaft Qualitäten hat, müssen wir nicht diskutieren. Aber ich habe das ja auch erlebt, wenn es nicht läuft, läuft es nicht. Urs hat rund 20 Jahre Trainer-Erfahrung. Er hat nun die richtige Mischung gefunden.

Der FCZ und Thun sind in der Rückrunde in der Meisterschaft noch ungeschlagen. Wären Sie mit einem Remis zufrieden?

Nein. Ich habe noch nie einen Trainer gehört, der vor dem Spiel mit einem Unentschieden zufrieden gewesen wäre. Es sei denn, es handelt sich um ein Rückspiel. Natürlich kann man nach der Partie – je nach Spielverlauf – mit einem Punkt einverstanden sein.

Mit Zürich, der Nachtragspartie gegen St. Gallen und Basel, steht dem FC Thun eine happige, englische Woche bevor.

Ja, aber wir haben schon eine happige, englische Woche hinter uns. Diese gilt es zu bestätigen. Und das ist im Fussball bekanntlich das Schwierigste.

Wer steht Ihnen am Sonntag nicht zur Verfügung?

Steffen, Hediger und Cassio sind noch immer verletzt. Matic hat das Training wieder ausgenommen, hat indes noch Rückstand.

Kehrt Stürmer Marco Schneuwly, den Sie zuletzt in Luzern geschont haben, ins Team zurück?

Ich habe Marco nicht geschont: Ich würde eher sagen, dass Berat Sadik eine Chance bekommen hat. Das ist ein Unterschied. Wie immer gebe ich jedoch die Mannschaftsaufstellung erst am Spieltag bekannt.

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