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Biel-Trainer Kevin Schläpfer«Die Verspätung toleriere ich nicht als Ausrede»

Zuerst eine Ewigkeit im Stau, dann nach über vierstündiger Anreise von den ZSC Lions mit 6:1 abgewatscht. Es war nicht der Dienstag des EHC Biel.

von
Marcel Allemann

«Unsere Verspätung toleriere ich nicht als Ausrede dafür, dass wir so schlecht gespielt haben», sagt Trainer Kevin Schläpfer klipp und klar. Und Captain Mathieu Tschantré stösst ins gleiche Horn: «Sicher war die Anreise nicht optimal, aber dies als Ausrede für unseren Auftritt zu nehmen, wäre zu einfach. Es ist nicht immer alles planbar, doch wir sind alles Profis und müssen fähig sein, uns auf neue Situationen einstellen zu können.»

Warten mussten wegen der Bieler Verspätung schliesslich auch die ZSC Lions. «Es war ein ewiges rauf- und runterfahren und nicht ganz einfach, denn wir wussten ja nicht, wie lange wir noch warten müssen und ob überhaupt noch gespielt wird», beschreibt Stürmer Patrik Bärtschi die Situation in der ZSC-Kabine. Schliesslich habe man sich vorgenommen, den staugeplagten Gegner «auf dem falschen Fuss zu erwischen». «Und tatsächlich gelang es uns, die Bieler mit dem frühen 1:0 ein wenig zu überrumpeln.» Bärtschi traf bereits nach 22 Sekunden zum 1:0.

Schäppi: «Das ist ein Mentaltest für alle»

Er habe zwar in seiner Karriere schon einiges erlebt – etwa Spielunterbrüche und auch einen Spielabbruch wegen einer Petarde –, aber noch nie habe er so lange warten müssen, bis der Match endlich losging, erzählt Bärtschi weiter. Das Spiel startete erst um 21.05 Uhr.

Und sein Teamkollege Reto Schäppi sagt: «Ähnliche Situationen gibt es immer wieder mal, wenn zum Beispiel ein Plexiglas bricht und ersetzt werden muss. Dann muss man eben warten. Solche Sachen sind immer auch ein Mentaltest für alle – es geht darum, die Konzentration zu halten.»

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