Portfolio komplett: Die vier Spielarten des Hyundai Kona
Aktualisiert

Portfolio komplettDie vier Spielarten des Hyundai Kona

Benzin, Diesel oder Strom: Den Kompakt-SUV Kona von Hyundai gibt's heute schon in drei Antriebsvarianten. Jetzt bringen die Koreaner auch noch eine Hybrid-Version.

von
Peter Hegetschweiler
Mit dem Kona zeigen die Koreaner eindrücklich, in welchen Schritten sie die Elektrifizierung vorantreiben: Sie wollen ihren Kunden weiterhin alle Optionen bezüglich Antriebstechnologie bieten.

Mit dem Kona zeigen die Koreaner eindrücklich, in welchen Schritten sie die Elektrifizierung vorantreiben: Sie wollen ihren Kunden weiterhin alle Optionen bezüglich Antriebstechnologie bieten.

Hyundai
So haben sie ihren neusten Kompakt-SUV Ende 2017 zunächst konventionell als Benziner und als Diesel auf den Markt gebracht. Schon ein knappes Jahr später liessen sie auf identischer Plattform den Kona electric folgen und legen jetzt ...

So haben sie ihren neusten Kompakt-SUV Ende 2017 zunächst konventionell als Benziner und als Diesel auf den Markt gebracht. Schon ein knappes Jahr später liessen sie auf identischer Plattform den Kona electric folgen und legen jetzt ...

Hyundai
...mit einer Vollhybrid-Version nach. Wenn Hyundai bis Ende 2020 seine gesamte Palette tatsächlich zu 75 Prozent elektrifiziert haben will, dann müssen Hybride eine zentrale Rolle spielen.

...mit einer Vollhybrid-Version nach. Wenn Hyundai bis Ende 2020 seine gesamte Palette tatsächlich zu 75 Prozent elektrifiziert haben will, dann müssen Hybride eine zentrale Rolle spielen.

Hyundai

«Hyundai – alles dabei». Mit diesem Slogan brachten es die Koreaner gleich auf den Punkt, als sie 1991 an der IAA in Frankfurt ihren ersten, grossen Auftritt hatten. Damals in Europa ein noch wenig bekannter Hersteller, suchte der Konzern, der inzwischen zur weltweiten Nummer 4 aufgestiegen ist, Kunden vor allem mit einem Argument zu überzeugen: Mit hoher Grundausstattung bei einem tiefen Preis.

«Da scheppert nix»

Trotz griffigem Slogan dauerte es dann aber Jahre, bis sich die Koreaner in Europa auch nur schon ansatzweise durchsetzen konnten. Erst mit dem Santa Fe, selbstredend einem SUV, machte Hyundai seine Marke auch bei uns zum Begriff. Richtig in Schwung kam das Verkaufsgeschäft aber erst, als die Koreaner innerhalb von nur 18 Monaten gleich drei Kleinwagen lancierten, den i10 als trendigen Cityflitzer, den minimal grösseren i20 und den i30 als erklärten Golf-Gegner – alle im werkseigenen Forschungszentrum in Rüsselsheim gestylt, entwickelt und konsequent auf europäische Bedürfnisse getrimmt. Dazu in einer Qualität, die selbst in Wolfsburg beeindruckte. Was den damaligen VW-Konzernchef bei der Weltpremiere des i30 in Frankfurt auf den Plan rief und ihn – leicht indigniert – feststellen liess: «Da scheppert nix».

So jedenfalls geht die Legende um Martin Winterkorns Bonmot, nachdem er den kompakten Koreaner sehr genau unter die Lupe genommen hatte. So genau, dass er feststellen musste, dass beim i30 im Gegensatz zum Golf bei der Arretierung der Lenksäule nichts klapperte – oder eben «schepperte». Ein Kompliment, das damals ebenso für sich sprach wie es heute Fakt ist, dass Hyundai in zehn Jahren drei Millionen Fahrzeuge seiner (europäischen) Kompaktreihe verkauft hat.

Portfolio jetzt komplett

Mit dem «alles dabei» also ist es definitiv vorbei – jedenfalls im ursprünglichen Sinn des Slogans. Und doch scheint es, als würde ihn Hyundai revitalisieren. Nicht werbemässig zwar, aber antriebstechnisch. Und wiederum spielt dabei ein Kompaktmodell eine wichtige Rolle, eine Vorreiterrolle sogar. Denn mit dem Kona zeigen die Koreaner eindrücklich, in welchen Schritten sie die Elektrifizierung vorantreiben: Sie wollen ihren Kunden weiterhin alle Optionen bezüglich Antriebstechnologie bieten.

So haben sie ihren neusten Kompakt-SUV Ende 2017 zunächst konventionell als Benziner und als Diesel auf den Markt gebracht. Schon ein knappes Jahr später liessen sie auf identischer Plattform den Kona electric folgen und legen jetzt mit einer Vollhybrid-Version nach. Was das aktuell als realistisch erscheinende Antriebsportfolio schon heue komplett macht.

Klar ist: Wenn Hyundai bis Ende 2020 seine gesamte Palette tatsächlich zu 75 Prozent elektrifiziert haben will, dann müssen Hybride eine zentrale Rolle spielen. Denn selbst bei der defensiven Preisgestaltung der Koreaner kostet der Kona als Stromer mindesten 45'990 Franken, die Hybrid-Version hingegen gibt's ab 31'900 Franken. Damit ist sie preislich sogar eine Alternative zum Benziner mit 177 PS und Allrad (ab 28'900 Franken) und dem optional ebenfalls mit 4x4 erhältlichen Selbstzünder mit 133 PS (gleicher Preis).

Durchschnittsverbrauch von 4,9 Liter

Und ja, er fährt sich wirklich gut, dieser Kona Hybrid mit Vorderradantrieb. Flüsterleise schiebt der 44 PS starke Elektromotor den mit 4,16 Metern äusserst kompakten SUV an. Erst wenn sich der 1,6 Liter Benziner mit seinen 105 PS zuschaltet, wird das Auto etwas lauter. Klar, die 11,2 Sekunden für den «Spurt» auf 100 km/h sind nicht beeindruckend, dafür bleibt der Verbrauch selbst dann moderat, wenn man länger mit Tempo 130 fährt (in Holland auf der Autobahn erlaubt). Der praxisnahe Test über 220 Kilometer von Amsterdam aus ergab jedenfalls einen Durchschnittsverbrauch von 4,9 Liter, was einem CO2-Ausstoss von (knapp) über 100 Gramm pro Kilometer entspricht.

Hyundai Kona Hybrid

Modell: Kompakt-SUV

Masse: Länge 4165 mm, Breite 1800 mm, Höhe 1575 mm, Radstand 2600 mm

Kofferraum: 361 bis 1143 Liter

Motor: Vierzylinder Benziner mit 105 PS, Elektromotor mit 44 PS. Systemleistung 141 PS.

Antrieb: Vorderrad

Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h in 11,2 Sekunden,

Höchstgeschwindigkeit 160 km/h

Verbrauch: 4,3 Liter auf 100 Kilometer (Werksangabe)

CO2-Austoss: 99 Gramm pro Kilometer

Preis: ab 31'900 Franken

Markteinführung: ab sofort

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