Drake wird von Condé Nast und «Vogue» auf vier Millionen verklagt

Die «Vogue» verklagt Drake: An dieser Fashion Show vor ein paar Jahren waren Drake und «Vogue»-Chefin Anna Wintour noch Freunde.

Die «Vogue» verklagt Drake: An dieser Fashion Show vor ein paar Jahren waren Drake und «Vogue»-Chefin Anna Wintour noch Freunde.

Getty Images
Publiziert

«Fragil und spassbefreit»Die «Vogue» verklagt Rapper Drake auf vier Millionen Dollar

Als Werbung für ihr neues Album «Her Loss» erstellten die Rapper Drake und 21 Savage eine Fake-«Vogue» mit sich selbst auf dem Cover. Der Verlag Condé Nast reagiert empört. Und mit einer fetten Klage.

von
Luise Faupel

Condé Nast, der Verlag der «Vogue», hat am Bundesgericht in Manhatten Klage gegen die Musiker Drake und 21 Savage eingereicht, nachdem diese fürs Bewerben ihres neuen Albums unerlaubt den Namen «Vogue» genutzt hatten.

Auf welche Art und Weise sie das getan haben, lässt die einen schmunzeln und die anderen vor Empörung schnaufen: Nicht nur erstellten die Musiker eine gefälschte Ausgabe und Plakate der «Vogue», die in Städten aufgehängt und verteilt wurden. Zusätzlich enthielt ihre Werbekampagne, die die beiden auch auf Social Media posteten, die Falschaussage, man sehe sie auf dem Cover der nächsten Ausgabe: «Danke ‹Vogue› und Anna Wintour für die Liebe und Unterstützung bei diesem historischen Moment», so die Caption des mittlerweile gelöschten Beitrags.

Die «Vogue»-Coverstars Drake und 21 Savage hat es nie gegeben. 

Die «Vogue»-Coverstars Drake und 21 Savage hat es nie gegeben. 

Instagram / champagnepapi

Keine «Vogue»-Coverstars

Besonders gestört hat die klagende Partei, dass in den Posts von Drake von ebendieser «Liebe und Unterstützung» seitens der «Vogue»-Chefredaktorin Anna Wintour die Rede war. Nichts davon sei wahr oder genehmigt, so der Verlag – am vergangenen Montag hat dieser deshalb Klage eingereicht.

Findest du die Klage gegen Drake und 21 Savage berechtigt?

Zu den Vorwürfen, Drake und 21 Savage hätten «die Öffentlichkeit unverkennbar verwirrt, indem sie sich als neue Coverstars darstellten», gab Larry Stein, einer der Anwälte der Angeklagten, bislang keine Stellungnahme ab. Die Beschwerde müsse noch geprüft werden, hiess es. Und von einer Drake nahestehenden Quelle hört man, sein Team sei von der Klage sowohl überrascht als auch verwirrt, da «andere Medien an Bord waren und Spass damit hatten».  

Fans sind verwundert

Auf Twitter und anderen sozialen Medien liest man zur Aktion vor allem Kommentare von Drake-Fans. User @kanyestreams1 schreibt, dass es nerve, wie fragil und spassbefreit manche Unternehmen seien.

Mehrere andere Userinnen und User stimmen dem Kommentar zu. Die Aktion sei doch kein Grund für Schadenersatz, sondern die beste Werbung für die «Vogue» – und das sogar umsonst.

Schadenersatz von vier Millionen US-Dollar

Der Verlag Condé Nast sieht das anders und fordert nun entweder das Dreifache der Gewinne der Angeklagten aus ihrem neuen Album «Her Loss» und dem gefälschten «Vogue»-Magazin oder vier Millionen US-Dollar Schadenersatz – das sind fast vier Millionen Schweizer Franken.

Bitter für Drake und 21 Savage: Hinzu kommen noch das Verbot jeglicher künftiger Markenverletzung und ein sogenannter Strafschadenersatz – das ist im angloamerikanischen Recht ein weiterer Schadenersatz für den Kläger bei Gericht. Als sei das nicht schon ein Denkzettel genug, hagelte es gleichzeitig eher gemischte Kritiken zu dem Album, das am 4. November erschien. 

Musste die «Vogue» gleich klagen?

Wer sich jetzt gutmütig fragt, ob man das Ganze nicht auch hätte anders lösen können: Seitens des Condé-Nast-Verlags hiess es, man habe seit dem 31. Oktober mehrere Male versucht, die Differenzen mit Drake und 21 Savage zu klären. Oder um es mit Drakes Worten auszudrücken: «They used to call him on his cellphone.» 

Hol dir den Lifestyle-Push!

Deine Meinung

5 Kommentare