Die Vorfreude auf die Chinesen
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Die Vorfreude auf die Chinesen

Jetzt kommen die Chinesen: Die Volksrepublik billigte der Schweiz das lang ersehnte Statut «Offizielle Destination» zu. Bis 2015 wird mit 800 000 Logiernächten aus China gerechnet.

«Ich bin froh über diesen Entscheid, der für unseren Tourismus und unsere Wirtschaft wichtig ist», sagte gestern Bundespräsident Pascal Couchepin nach Gesprächen mit dem chinesischen Staatschef Hu Jintao in Peking. Mit dem Statut «Offizielle Destination» müssen chinesische Touristen künftig keine Einladung mehr vorweisen, bevor sie die nötigen Genehmigungen für eine Reise in die Schweiz erhalten.

Laut Schweiz Tourismus verbrachten Chinesen im letzten Jahr 120 000 Nächte in Schweizer Hotels. Bis 2006 wird mit 300 000 und bis 2015 sogar mit 800 000 Logiernächten aus China gerechnet. Bei durchschnittlichen Tagesausgaben von 450 Franken sei dies ein dreistelliges Millionengeschäft.

«Durch dieses Statut werden die Zahlen der chinesischen Touristen die der japanischen einholen», ist Silvia De Vito von Schweiz Tourismus überzeugt. Die Japaner hatten letztes Jahr 700 000 Logiernächte verbucht. China, das in der Schweizer Tourismusstatistik erst Rang 20 belegt, wird damit laut De Vito in die Liste der zehn Länder rutschen, die in der Schweiz am meisten Logiernächte verzeichnen.

(csr)

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