Geduldsspiel Wählen: Die Wahl zwischen anstehen jetzt oder später
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Geduldsspiel WählenDie Wahl zwischen anstehen jetzt oder später

In Florida stehen sich die Menschen die Beine in den Bauch, um ihre Stimme vorzeitig abzugeben. Der Gouverneur will diese Möglichkeit trotz langer Schlangen nicht ausweiten.

von
bem
Ein Wahlhelfer des Obama-Lagers bringt den Schlange stehenden Wählern in Florida Wasser.

Ein Wahlhelfer des Obama-Lagers bringt den Schlange stehenden Wählern in Florida Wasser.

Florida ist ein wichtiger sogenannter Swing-State. Und Florida ist der Staat, in dem 2000 die Stimmen so oft nachgezählt werden mussten, dass das Wahlresultat erst im Dezember feststand.

Neun Millionen Wähler erwarten die Wahlbehörden im bevorzugten Pensionierten-Domizil der USA. Und seit die Wahllokale für die vorzeitige Stimmabgabe geöffnet sind, haben bereits mehr als 3,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger gewählt, viele brieflich, noch mehr in den Wahllokalen, die von morgens um sieben bis abends um sieben Uhr geöffnet sind.

Verlängerung der Frist abgelehnt

Das ist aber offensichtlich zu wenig: Überall bilden sich lange Schlangen, bis zu vier Stunden Wartezeit sind keine Seltenheit. Das hat die Demokratische Partei des Staates und die Wählerinnen-Liga dazu bewogen, Gouverneur Rick Scott um eine Verlängerung der vorzeitigen Stimmabgabe bis Sonntagabend zu bitten.

Regulär gibts diese Möglichkeit nur bis heute Samstagabend – Gouverneur Scott hatte die Frist höchstselbst verkürzt. Und er bleibt auch jetzt dabei: Vorzeitig gewählt wird bis Samstagabend. «Aber ich möchte, dass jedermann wählen geht», fügte der Republikaner an.

Demokraten wählen häufiger vorzeitig

Nur offenbar nicht alle, die vorzeitig wählen. Denn das tun in der Regel mehr Demokraten als Republikaner. Die haben dafür bei der brieflichen Stimmabgabe die Nase vorn.

Angesichts der langen Schlangen vor den Wahllokalen, die am nächsten Dienstag, dem eigentlichen Wahltag, erfahrungsgemäss kein bisschen kürzer sind, ist das sowieso eine gute Idee.

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