Aktualisiert 20.06.2011 19:11

«Danke, Ihr Schlampen»

Die wahre Absicht von LulzSec

Die Hacker-Truppe LulzSec sorgte in den vergangenen Wochen wegen der Blossstellung von Pornokonsumenten und Gamern weltweit für Schlagzeilen. In einem Schreiben erklären sie jetzt ihre Motive.

von
mbu
Das LulzSec-Logo mit der trinkenden Figur wird jeweils über Twitter verbreitet.

Das LulzSec-Logo mit der trinkenden Figur wird jeweils über Twitter verbreitet.

«Liebe Internets, wir sind Lulz Security, besser bekannt als die teuflischen Bastarde von Twitter», beginnt das am letzten Wochenende veröffentlichte Erklärungsschreiben der Hacker. Daraus wird ersichtlich, dass sich die LulzSec-Mitglieder durchaus bewusst sind, dass sie sich mit ihren Attacken eine Menge Feinde gemacht haben.

Will man dem Schreiben Glauben schenken, geht es den Hackern nicht nur um pure Selbstbestätigung, Ruhm und Spass. Eigentlich verfolgen sie mit ihren Aktionen ein hehres Ziel: Sie wollen die Internet-User davor schützen, sich in einer falschen Sicherheit zu wiegen, sie wollen ihnen die Augen öffnen und fragen: «Fühlst du dich mit deinen Facebook-, Google-Mail- und Skype-Accounts sicher? Warum sollte nicht in diesem Augenblick ein Hacker unerkannt Zugriff auf diese Systeme haben, um Kontakte auszuspionieren und diese möglicherweise zu verkaufen? Für diese Leute bist du ein Sklave. Ein Spielzeug. Ein String aus Zeichen mit einem Wert.»

LulzSec selbst gibt an, dass nicht alle gehackten Daten von ihnen veröffentlicht worden sind. Sie sind sich sicher, dass andere Cyberkriminelle dies auch machen und klammheimlich von den ergatterten Daten profitieren, ohne dass es ihre Opfer merken. So behauptet LulzSec im Besitz der Daten von rund 200 000 Gamern des Online-Ego-Shooters Brink zu sein. Sie selbst haben die User über ihren Twitter-Account aufgefordert, besser das persönliche Passwort zu ändern.

Man wolle so lange weitermachen, bis man seitens der Strafverfolgungsbehörden gestoppt werde. Das Schreiben endet mit den Worten: «Danke, Ihr Schlampen.»

«LulzSec exposed»

Derweil hat eine Gruppe, die sich Web Ninjas nennt, einen Blogeintrag veröffentlicht, in dem sie behaupten, die Identität von LuzSec-Mitgliedern enttarnt zu haben. Ihr erklärtes Ziel ist es, die Hacker-Gruppe zu stoppen.

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