Aktualisiert 01.03.2011 18:28

LügenDie Wahrheit fällt bei Untreue am schwersten

«Wie findest du meinen neuen Pulli?» Manchmal wäre man zu gerne ungefragt davongekommen. Doch nicht jede Lüge ist gleich schwierig zu erzählen.

von
fvo

Sie begleiten uns treu durch den Tag, manchmal sogar ohne dass wir es merken - die kleineren und grösseren Lügen. Mir gehts gut, der Job ist toll, mit dem Freund läuft es super, ich habe heute keine Zeit. Die Wahrheit ist schliesslich relativ, und Lügen ist Ansichtssache, Schutzinstrument, Hilfe in der Not.

«Damit würde ich nicht unter Leute!»

Bei der Situation mit dem hässlichen Pulli lautet die Volllüge ganz einfach: «Schön!» Wer nicht so dreist sein will, behilft sich mit der Ablenk-Taktik: «Ist zwar nicht mein Stil, aber an dir sieht er super aus!» So tritt man der Person unter dem Pulli zumindest nicht zu fest auf die Füsse. Auch das Wort «interessant» lässt sich in solchen Fällen sehr vielseitig einsetzen. Oder aber man antwortet auf die ehrliche Tour: «Ui, mit sowas würde ich mich nicht unter Leute wagen!»

Rote Ohren beim Flunkern

Die kindlichen Versuche, sich mit roten Ohren aus der Patsche zu flunkern, sind ja noch herzig. Die Vase zerbrochen: «Der Hund wars!» Das Hemd starr vor Dreck: «Die Schwester hat mich in die Pfütze gestossen.» Das Znacht wartet schon seit einer halben Stunde: «Die Uhr ist kaputt!» Mit steigendem Alter verlieren dreiste Abstreitungen dann aber an Charme. «Dann stinkt meine Jacke halt, ich rauche trotzdem nicht!», ruft der Teenie. «Es ist nicht, wonach es aussieht!», der ertappte Seitenspringer.

Die schlimmste Beichte

Bestimmt vieles, und mit Sicherheit die Untreue, kommt oft nur ans Licht, wenn man dabei erwischt wird. Das deutsche «chrismon», ein evangelische Monatsheft, macht die Fastenzeit zur Wahrheitszeit und ruft seine Leser mit dem Motto «Ich wars!» zur Beichte auf. Einer Umfrage des Heftes zufolge würden 53 Prozent nie und nimmer zugeben, dass sie ihren Partner betrogen haben. Auch eine begangene Fahrerflucht behält ein Drittel lieber für sich. Ähnlich vielen ist es zu unangenehm, zu gestehen, dass ihnen beim Kind schon mal die Hand ausgerutscht ist.

Welche Dinge behalten Sie lieber für sich? Verraten Sie Ihre Lügen im Listing.

Lügen erkennen

Physiognomik-Expertin Tanja Strobel liest den Menschen vom Gesicht ab, ob sie die Wahrheit sagen oder nicht. Am 15. März erzählt sie in ihrem Vortrag:

Lie to me, wie häufig gelogen wird, wie man Lügen erkennt, Menschen richtig eischätzt.

Lie to me – Die Zunge kann lügen, der Körper nicht.

Dienstag 15. März 2011

19.00 Uhr

Migros Klubschule

Limmatstrasse 152

8005 Zürich

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