Joe Jackson:: «Die Wahrheit muss noch herauskommen»
Aktualisiert

Joe Jackson:«Die Wahrheit muss noch herauskommen»

Die Familie Michael Jacksons verlangt eine zweite Autopsie des Verstorbenen. Es gebe, nach Worten des US-Bürgerrechtlers Jesse Jackson, noch immer unbeantwortete Fragen zum Tod des «King of Pop», beispielsweise zur Rolle von Jacksons Arzt.

Dies sagte Jesse Jackson am Samstag nach einer Pressekonferenz in Chicago. «Die Wahrheit muss noch herauskommen», doppelte der Vater Joe Jackson laut Medienberichten vom Samstag nach. Die Angehörigen hätten eine zweite Autopsie bereits am Freitag gefordert, bestätigte am Samstag ein Sprecher des gerichtsmedizinischen Instituts von Los Angeles.

Nach Angaben der Promi-Website TMZ.com wurde mit der Untersuchung bereits begonnen, an einem unbekannten Ort in der kalifornischen Metropole. Eine erste Autopsie hatte keine Hinweise auf Gewalteinwirkung ergeben. Toxikologische Gutachten sollen erst in vier bis sechs Wochen vorliegen.

Die Gerichtsmedizin verwies darauf, dass Jackson laut Autopsie noch nicht näher bestimmte Medikamente zu sich genommen habe. Sein Arzt, ein Kardiologe, sei am Donnerstag und Freitag befragt worden, teilten die Behörden mit. Die Polizei von Los Angeles betonte, der Arzt sei kein Verdächtiger. Der Arzt, der Jackson seit drei Jahren behandelte, hatte versucht, den zusammengebrochenen Jackson am Donnerstag mit einer Herzmassage wiederzubeleben.

Sorgen wegen Medikamentenkonsum

Der Promi-Guru und Buchautor Deepak Chopra hat sich nach eigenen Worten seit 2005 Sorgen wegen des Medikamentenkonsums von Michael Jackson gemacht. Jackson, ein langjähriger Freund, habe ihn 2005 um Schmerzmittel gebeten. Damals habe der «King of Pop» nach dem Prozess um Kindesmissbrauchs bei ihm gewohnt, erklärte Chopra am Samstag. Er habe sich aber geweigert, ihm welche zu geben.

Doch Jacksons Kindermädchen habe ihm in den nächsten vier Jahren wiederholt ihre Sorgen über Jacksons Medikamentenkonsum geschildert, sagte Chopra weiter, der Arzt und Autor spiritueller Bücher ist. Eine Zahl von Ärzten habe Jackson nach Schilderung des Kindermädchens in Santa Barbara, Los Angeles, Miami und New York besucht. Wann immer das Thema auf den Tisch gekommen sei, habe sich Jackson ihm entzogen, sagte Chopra.

Flut von Würdigungen

Die Flut von Würdigungen reisst derweil nicht ab. US-Präsident Barack Obama bezeichnete Jackson am Freitag als «spektakulären Künstler» und als «Musik-Ikone». Das Repräsentantenhaus im US- Kongress legte zu Ehren des Musikers eine Schweigeminute ein.

Fans in aller Welt setzten ihre Trauerbekundungen fort. Jacksons Stern auf dem «Hollywood Walk of Fame» wurde am Freitag mit Blumen, Kerzen und Ballons überhäuft. In London trafen sich Hunderte Fans am Freitagabend zu einem gemeinsamen «Moonwalk». Mit diesem Tanz, einem Markenzeichen Jacksons, wollten sie an den Popstar erinnern. Jackson wollte in London am 13. Juli seine Comeback-Tournee starten.

(Quelle: AP/SDA)

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