Aktualisiert 03.03.2019 17:49

Realp UR«Die Wanderer hätten begraben werden können»

Am Donnerstag ging in der Nähe von Realp UR eine Gerölllawine nieder. Zwei Wanderer kamen mit dem Schrecken davon.

Die Lawine verfehlt die Wanderer nur knapp. (Video: Leser-Reporter)

Das war knapp: Als zwei Wanderer am Donnerstagnachmittag in der Nähe von Realp auf der Furka-Passstrasse unterwegs waren, rutschte hinter ihnen eine Gerölllawine ab. Als die Wanderer dies bemerkten, fingen sie an zu rennen. Einem Leser-Reporter gelang es, die Szene in einem Video festzuhalten. «Ich habe schon sieben von diesen Gerölllawinen gesehen in den letzten drei Wochen», sagt er.

«Gefährliche Situation»

Die Lawinen habe er in mehreren Gebieten gesehen: So gefährlich wie diese sei bisher noch keine gewesen. «Das war schon eine gefährliche Situation. Die Leute hätten begraben oder erschlagen werden können», sagt er.

Im betroffenen Gebiet zwischen dem Hotel Galenstock und Tiefenbach habe er zwei Lawinen beobachtet. Unterhalb der Passstrasse het er eine zweite Lawine gesehen, zwei Stunden zuvor seien dort noch Tourenfahrer unterwegs gewesen. Auch Schuttkegel von weiteren Abrutschungen habe er gesehen.

Passstrasse war gesperrt

«Ich war auf einem anderen Weg unterwegs, der weiter oben am Hang verläuft», sagt er. Laut dem Leser war die Furka-Passstrasse eigentlich offiziell geschlossen. Trotzdem entschieden sich offenbar einige Personen, dort zu wandern. «Ob sie die Hinweise ignorierten, nicht gesehen haben oder ob jemand das Plakat weggenommen hat, weiss ich nicht.» Er habe weitere Wanderer auf die Gefahr hingewiesen.

Die Gerölllawine hat der Leser in Tiefenbach gemeldet, danach sei ein Plakat mit einem Warnhinweis angebracht worden. Beim Vorfall wurden offenbar keine Personen verletzt. Der Kapo Uri ist der Vorfall nicht bekannt.

(20 Minuten)

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