«Diarios de motocicleta»: Die Wanderjahre des Che Guevara
Aktualisiert

«Diarios de motocicleta»Die Wanderjahre des Che Guevara

Che Guevara, bevor er zum Revolutionsführer wurde: «Diarios de motocicleta» ist ein süffiger, etwas spezieller Reisefilm.

Um diesen Film werden weder Reise- noch Filmliebhaber herumkommen. Einerseits gibt der neue Stern am Latino-Himmel, Gael García Bernal («La mala educacion»), einen unwiderstehlichen Che Guevara. Andererseits beweist Walter Salles («Behind the Sun») einmal mehr, dass er als Regisseur einiges draufhat.

Argentinien, 1952: Ernesto «Che» Guevara de la Serna, ein Medizinstudent, der kurz vor dem Uni-Abschluss steht, unternimmt mit seinem besten Freund eine Motorradtour durch Südamerika. Die beiden Abenteurer schlagen sich mit wenig Geld, viel Charme und lebensfrohem Draufgängertum in Chile, Peru und Venezuela durch. Sie werden mit Freude, Leid und Ungerechtigkeit konfrontiert. So legt etwa eine Begegnung mit vertriebenen Peruanern den Grundstein für Che Guevaras zukünftigen Idealismus als Revolutionsführer.

Der etwas spezielle Reisefilm «Diarios de motocicleta» basiert auf den gleichnamigen Aufzeichnungen von Che Guevara. Regisseur Walter Salles gelang ein starker Streifen mit viel Witz und hoher erzählerischer Qualität – aber auch mit dem nötigen Tiefgang.

Benjamin Bögli

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