Ausgang des Grauens (2): «Die waren alle über 1,90 Meter gross»
Aktualisiert

Ausgang des Grauens (2)«Die waren alle über 1,90 Meter gross»

Genf ist laut einer Studie die Stadt mit der zweithöchsten Lebensqualität der Welt. Eigentlich ein schöner Flecken, um zu leben. Doch im Ausgang wird das relativiert. Zumindest Alex M. und seine Freunde werden sich künftig vorsehen in Genf.

Ärger mit Türstehern, blöde Anmachen, gestohlene Taschen und Rempeleien - mitunter gerät der Ausgang zum ärgerlichen Abenteuer. 20-Minuten-Leser berichten von ihren schlimmsten Erlebnissen. Heute: Alex M. aus Genf (vollständiger Name der Redaktion bekannt).

«Wir waren eines Samstagabends im «Parc des Bastions» in Genf. Geplant war, einige Stunden dort mit ein paar Kollegen und einigen Dosen Bier zu verbringen. Es war ca. 19 Uhr, als wir dort ankamen und uns einen Platz ausgesucht hatten. Insgesamt waren wir zu sechst. Die ersten zwei Stunden verliefen friedlich, da noch viele andere Menschen da waren, die genau das Gleiche vorhatten. Gegen 23 Uhr verschwand der grösste Teil und es blieben noch zwei Gruppen. Wir und eine andere.

Auf einmal kam einer von der anderen Gruppe zu uns, guckte uns an und fragte in gebrochenem Französisch: «Sagt Ihr nicht Hallo?». Wir dachten uns alle, was das soll, und einer von uns antwortete dann mit «Wieso sollten wir?». Der Typ alarmierte sofort seine drei anderen Kollegen. Erstaunlicherweise waren die alle über 1,90 m gross und nützten dies zu ihren Gunsten aus. Noch bevor einer ein zweites Wort sagen konnte, schlug einer der anderen einfach auf einen Kollegen von mir ein. Ein Zweiter von uns sprang auf und protestierte. Er wurde vom Dritten der anderen Gruppe sofort angegriffen.

Die Massenschlägerei brach umgehend aus. Es war wie auf einem Schlachtfeld: Mein erster Kollege lag auf dem Boden mit dem Riesen, mein zweiter Kollege, wurde von zwei anderen mit einem Gürtel verfolgt. Der Rest von uns verteidigte sich gegen die zwei verbliebenen der anderen Gruppe. Da es unter uns noch zwei Frauen gab, war der Kampf ausgeglichen.

Auf einmal kam uns eine dritte fremde Gruppe, die alles mitbekommen hatte, zu Hilfe. Der eine Angreifer schrie auf und die anderen ergriffen sofort die Flucht. Drei von uns wurden mittel bis schwer verletzt und mussten sich im Spital untersuchen lassen. Die Restlichen von uns haben bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt aufgegeben. Leider hört man solche Geschichten immer wieder in Genf und man kann manchmal kaum unangepöbelt auf der Strasse gehen. Vor allem, sich während des Abends in Parks aufzuhalten, bleibt für eine unbewaffnete Gruppe ein grosses Risiko.»

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