Basel: «Die Welle wird kommen»
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Basel«Die Welle wird kommen»

Mehrere Einsprachen versenken die geplante stehende Welle auf dem Rhein mindestens für dieses Jahr. Die Macher lassen sich davon aber nicht entmutigen.

von
lha
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Die Basel Wave – hier als Visualisierung – fällt diesen Sommer ins Wasser, nachdem es dagegen von mehreren Anwohnern Einsprachen gab. Die Macher wollen sich davon aber nicht entmutigen lassen.

Die Basel Wave – hier als Visualisierung – fällt diesen Sommer ins Wasser, nachdem es dagegen von mehreren Anwohnern Einsprachen gab. Die Macher wollen sich davon aber nicht entmutigen lassen.

Christian Müller
So sieht die Konstruktion aus. Die 16 Meter breite Anlage wäre die grösste portable stehende Welle der Welt, heisst es im Konzept der Initianten.

So sieht die Konstruktion aus. Die 16 Meter breite Anlage wäre die grösste portable stehende Welle der Welt, heisst es im Konzept der Initianten.

Christian Müller
Bereits in den Sommermonaten 2015 und 2017 konnten sich Surfer auf einer künstlichen Riesenwelle im Gerold-Areal in Zürich vergnügen.

Bereits in den Sommermonaten 2015 und 2017 konnten sich Surfer auf einer künstlichen Riesenwelle im Gerold-Areal in Zürich vergnügen.

Keystone/Walter Bieri

Eigentlich hätte die Basel Wave auf Höhe der Johanniterbrücke am Grossbasler Rheinufer am 20. Juli ihren Betrieb aufnehmen sollen. Daraus wird nichts. Am Mittwoch ist die Einsprachefrist für das temporäre Surfer-Paradies auf dem Rhein abgelaufen – und mindestens fünf Parteien bekämpfen gemäss Recherchen von 20 Minuten die stehende Welle auf dem Rhein. Das Basler Tiefbauamt konnte die genaue Anzahl Einsprachen noch nicht bekannt geben. Die Frist für Einsprachen, die per B-Post abgeschickt wurden, ende erst in fünf Tagen, hiess es auf Anfrage.

Der Startevent mit internationalen Athleten, den die Macher der Basel Wave in der Planauflage angekündigt hatten, fällt damit ins Wasser. «Wir sind natürlich enttäuscht, dass das Projekt wegen einer absoluten Minderheit, die Einsprache gemacht hat, nun ins Stocken kommt», sagt Initiant Christian Mueller. Die Basel Wave wäre mit knapp 16 Metern Breite die grösste portable Welle der Welt. Sie hätte diesen Sommer bis Mitte August «Hawaii-Feeling» nach Basel bringen sollen.

«Wir bauchen keinen Plan B»

Der erfahrene Sportevent-Manager Mueller und sein Projektpartner Alex Hatebur wollen sich von diesem Rückschlag aber nicht entmutigen lassen. «Wenn die Welle 2018 nicht in Betrieb genommen werden kann, dann werden wir das Projekt einfach nächstes Jahr umsetzen», so Mueller. «Wir brauchen keinen Plan B», betont er: «Die Welle wird kommen.» Finanziell sei zwar ein Schaden entstanden, der sei aber verkraftbar: «Das Projekt ist ohnehin auf fünf Jahre ausgelegt, einige der Investitionen können wir in die kommenden Jahre transferieren.»

Laut Mueller wurde die Basel Wave von der Bevölkerung überwiegend positiv aufgenommen. Die Einsprachen seien fast ausschliesslich aus dem Umfeld der Anwohner gekommen. «Wir hatten Kontakt mit einigen der Anwohner und werden jede Einsprache einzeln behandeln.»

Andere Standorte in Prüfung

Bekannt war bislang, dass die Basler Wasserfahrer zwar nicht gegen die Welle an sich, aber den Standort oberhalb der Johnniterbrücke opponiert haben. Ein alternativer Standort auf Höhe des Novartis Campus wurde bereits geprüft. Dieser und möglicherweise noch andere Standorte würden nun parallel vertieft angeschaut, so Mueller.

Eine etwas kleinere Version der geplanten Basel Wave im Einsatz.

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