BBC-Umfrage: Die Welt mag die Deutschen
Aktualisiert

BBC-UmfrageDie Welt mag die Deutschen

Trotz der Wahl von Barack Obama ist das Image der USA in der Welt noch immer mehrheitlich negativ. Dies zeigt eine grosse Umfrage der britischen BBC. Das beliebteste Land ist Deutschland.

Seit 2005 untersucht der «BBC World Service» das Image von Staaten in einer grossen Umfrage. Für die diesjährige Erhebung wurden in den zehn Wochen bis zum 1. Februar 13 575 Personen in 21 Ländern befragt (die Schweiz wurde nicht berücksichtigt). Die Ergebnisse hat die BBC nun auf ihrer News-Website veröffentlicht. Dabei zeigt sich, dass das Image der USA nach wie vor mehrheitlich negativ ist, obwohl die Erhebung nach der Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten durchgeführt wurde.

Zwar haben 40 Prozent eine positive Meinung von Amerika, gegenüber 35 Prozent im Jahr 2008. Doch nach wie vor sehen 43 Prozent den Einfluss der USA als negativ – im Vorjahr waren es 47 Prozent. «Die Wahl von Obama allein genügt nicht für eine Trendwende», sagte Steven Kull, dessen Abteilung an der University of Maryland die Umfrage entwickelt hat: «Die Leute warten ab, ob sich die Politik der USA entscheidend verändert.»

Negatives Image von Russland und China

Zumindest ist ein positiver Trend erkennbar, was bei Russland und China nicht der Fall ist. Noch im letzten Jahr glaubte die Mehrheit der Befragten, die beiden Länder hätten einen positiven Einfluss auf den Gang der Welt. Im Fall von China haben nun 40 Prozent eine negative und 39 Prozent eine positive Meinung. «Der Erfolg der Olympischen Spiele in Peking hat offenbar nicht genügt, um andere Bedenken zu zerstreuen», meinte Doug Miller vom Umfrage-Institut GlobeScan.

Im Fall von Russland ist der Umschwung besonders deutlich: 42 negative gegenüber 30 Prozent positive Stimmen. «Je mehr sich Russland wie die alte Sowjetunion benimmt, umso weniger wird es von den Menschen ausserhalb seiner Grenzen gemocht», so Miller.

Klares Plus für Deutsche und Briten

Über das beste Image aller 21 Länder darf sich Deutschland freuen: 61 Prozent der Befragten haben eine positive Meinung, sechs Prozent mehr als 2008 (in der Schweiz dürfte dieses Ergebnis wohl etwas anders aussehen). Auch Grossbritannien wird deutlich besser beurteilt als im Vorjahr: 58 Prozent sehen einen positiven Einfluss, plus sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am Ende der Rangliste befinden sich wie schon 2008 Iran, Israel, Pakistan und Nordkorea.

(pbl)

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