Die Weltmeister im Kopieren
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Die Weltmeister im Kopieren

Die Chinesen kopieren Produkte, Marken-Logos oder gleich ganze Firmen. Der Schaden für die Wirtschaft ist enorm.

In China sind rund ein Viertel aller ausländischen Marken gefälscht. Die OECD schätzt den jährlichen volkswirtschaftlichen Schaden der Produktpiraterie auf 500 Milliarden Euro.

Dagegen tun lässt sich nur wenig: «Eine Firma, die mit China ins Geschäft kommen will, muss davon ausgehen, dass sie kopiert wird», sagt Beat Bürgi, Direktor des Swiss Business Hub in China, gegenüber der «NZZ am Sonntag». Kopiert wird alles, vom Hochgeschwindigkeitszug Transrapid bis zum Schweizer Armeemesser. Der Bohrmaschinen-Hersteller Hilti begegnete auf einer Fachmesse seinem Klon made in China namens Cilti. Von Hugo Boss finden sich auf Chinas Strassen perfekt kopierte Ladenlokale.

Eindämmende Massnahmen erhofft man sich von chinesischen Firmen, die selbst kopiert werden. So hat der chinesische Mutterkonzern einer deutschen Knopflochmaschinen-Firma kürzlich eine einstweilige Verfügung gegen einen chinesischen Plagiatshersteller durchgesetzt.

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