Sommer 2015: Die wenigsten Schweizer wollen Ferien daheim

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Sommer 2015Die wenigsten Schweizer wollen Ferien daheim

Die meisten Schweizer planen Sommerferien im europäischen Ausland. Laut einer Umfrage zeigen die Einheimischen wenig Solidarität mit dem Ferienland Schweiz.

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vb
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Ein Grossteil der Schweizer verbringt die Sommerferien gern in europäischen Ländern. Zu den beliebtesten Reisezielen zählen seit Jahren die griechischen Inseln - im Bild Santorini - ...

Ein Grossteil der Schweizer verbringt die Sommerferien gern in europäischen Ländern. Zu den beliebtesten Reisezielen zählen seit Jahren die griechischen Inseln - im Bild Santorini - ...

Tatiana Mihaliova
... oder die Kanarischen Inseln wie etwa Lanzarote.

... oder die Kanarischen Inseln wie etwa Lanzarote.

Zu den Top-3-Reisezielen gehört dieses Jahr die Insel Ibiza, wie aus dem Kuoni-Ferienreport hervorgeht.

Zu den Top-3-Reisezielen gehört dieses Jahr die Insel Ibiza, wie aus dem Kuoni-Ferienreport hervorgeht.

Die Rechnung ist einfach: Durch den starken Franken werden Ferien in der Schweiz für Ausländer dieses Jahr massiv teurer. Also werden viele ausländische Touristen die Schweiz meiden. Umso wichtiger wird eine andere Zielgruppe: die Einheimischen. Die Branchenorganisation Schweiz Tourismus hat eine Kampagne extra für die inländischen Gäste ins Leben gerufen, um sie zu Ferien in der Heimat zu motivieren.

Das könnte allerdings schwierig werden. Wie eine Umfrage von Marketagent.com für 20 Minuten zeigt, planen nur 15 Prozent der Schweizer, die Sommerferien 2015 im eigenen Land zu verbringen. Grund Nummer eins für die «Ferien zu Hause» ist für diese Gruppe, dass es ihnen «in der Schweiz einfach gut gefällt». Dass sie den Schweizer Tourismus unterstützen möchten, dem stimmt nur noch knapp ein Viertel dieser Gruppe «voll und ganz» zu.

Schweiz Tourismus hofft auf Wochenenden

Bei Schweiz Tourismus nimmt man das Umfrageergebnis gelassen. Dass nur 15 Prozent der Schweizer ihre Sommerferien im Inland verbringen wollen, wirke nur auf den ersten Blick tief. «Missachtet wird dabei der Umstand , dass viele Inländer ihre Hauptsommerferien zwar im Ausland verbringen, aber mehrere Wochenenden in der Schweiz planen», sagt Sprecherin Daniela Bär. Zudem hofft Schweiz Tourismus bei gutem Wetter auf Spontanbuchungen. Es werde je länger, je kurzfristiger gebucht, so Bär.

Der Grossteil der Befragten – knapp 64 Prozent – gab an, im Sommer in den EU-Raum zu reisen. Sommerferien sind den Schweizerinnen und Schweizerinnen ohnehin wichtig: Zwei Drittel planen, während der warmen Monate wegzufahren. Am reisefreudigsten zeigen sich die Jungen unter 30 Jahre.

Ferienbudgets bleiben gleich hoch

Dass Ökonomen der Schweizer Wirtschaft für das Sommerhalbjahr eine kurze Rezession vorhersagen, scheint die Befragten nicht zu beunruhigen. Ihr Ferienbudget kürzen wollen zumindest die wenigsten: Nur 23 Prozent gaben in der Umfrage an, für die Sommerferien weniger Geld auszugeben. Über die Hälfte sieht vor, gleich viel auszugeben wie im Jahr zuvor. Der Rest will sich die Ferien sogar mehr kosten lassen. Knapp 15 Prozent planen beispielsweise, für die Übernachtung mehr auszugeben.

Am liebsten verbringen die Schweizerinnen und Schweizer ihre Ferien im Hotel (55 Prozent). An zweiter Stelle folgen Übernachtungen bei Freunden oder Verwandten sowie der Aufenthalt in gemieteten Ferienwohnungen oder -häusern.

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